Sicherheitssensor-Baureihe wird erweitert

Berührungslose Schutztür-Überwachung ohne Auswerteeinheit

11. Juli 2007

Wenn Konstrukteure nach einem kompakten Schaltgerät für die berührungslose Stellungsüberwachung von Schutztüren suchen, bietet sich der CSS 34 von Schmersal an. Dieser Sicherheitssensor lässt sich aufgrund seiner schmalen Bauform gut in die Umgebungskonstruktion integrieren. Die variable Anfahrrichtung des Sensors - vier Anfahrrichtungen sind möglich - schafft die Voraussetzung für universelle Einsatzmöglichkeiten.

Da der CSS 34 nicht auf Magnetschalterbasis arbeitet, sondern nach einem innovativen Puls-Echo-Verfahren, erlaubt er großen Schutztürversatz. Zudem kann der Anwender die „eingebaute“ Intelligenz des Sensors dazu nutzen, zusätzliche Diag-nose-Informationen zu generieren. Eine weitere praxisgerechte Funktion ist die Reihenschaltung mehrerer Sicherheitssensoren auf einen gemeinsamen Sicherheitsbaustein - so spart man Kosten und Platz im Schaltschrank, ohne Einschränkungen beim Sicherheitsniveau in Kauf nehmen zu müssen.

Auf der Motek präsentiert Schmersal zwei neue Versionen des CSS 34, die sich äußerlich nicht von den bisherigen Ausführungen unterscheiden, aber dennoch einen ganz wesentlichen Vorteil bieten: Die Sensoren sind in der Lage, zusätzliche Auswertefunktionen zu übernehmen. Deshalb muss man sie nicht in Kombination mit einem Sicherheitsbaustein einsetzen, sondern kann zwei konventionelle Schütze oder Relais mit zwangsgeführten Kontakten an die Sicherheitsausgänge an-schließen, deren sicherheitsgerichtete Funktion die Sensoren mit Hilfe eines Rück-führkreises überprüfen.

In der neuen Versionen F0, die für Maschinen mit Automatikstart eingesetzt werden kann, erfolgt die Rückführung ohne flankenüberwachte Kontakte. Wird kein Automatikstart benötigt, kann ein Freigabetaster mit in den Rückführkreis eingefügt wer-den. In der zweiten neuen Version F1 benötigt man einen Reset-Taster, der auf eine fallende Flanke hin überwacht wird. Diese Funktion entspricht der Reset-Funktion an hintertretbaren Schutzeinrichtungen.

Im Gegensatz zu konventionellen Sicherheitsauswertungen überwachen die beiden Versionen des CSS 34 F zusätzlich auch die externe Verkabelung zum Freigabe- oder Reset-Taster auf Querschluss, Masseschluss und Fremdspannung. Somit wird die „intelligente“ Elektronik im CSS 34 gut genutzt, und man kann ohne Aus-werteinheiten die Steuerungskategorie 4 nach EN 954-1 bzw. SIL 3 nach EN 13849 erreichen.

Dies ist besonders bei kleineren Maschinen mit nur einer Schutztür interessant, bei denen der Verzicht auf eine Auswerteeinheit Kosten spart. Bei mehreren Schutztü-ren fällt dieser Vorteil nicht so ins Gewicht, zumal man beim CSS 34 nur eine Auswerteeinheit für mehrere in Reihe geschaltete Sicherheitssensoren benötigt: Auch diese Vereinfachung ist der integrierten Elektronik mit ihren Zusatzfunktionen zu verdanken. Für die Reihenschaltung dieser Sensoren (die auch in Kombination mit anderen Sicherheits-Schaltgeräten wie z.B. der Sicherheitszuhaltung AZM 200 er-folgen kann) gibt es ganz aktuell eine weitere Erleichterung: Schmersal wird auf der Motek auch eine neue Steckverbindung zeigen, über die sich die Sensoren noch einfacher aneinanderreihen lassen.