Siemens investiert in neue 3D-Druck-Fabrik

Siemens investiert 30 Millionen Euro in eine neue Produktionsstätte für den 3D-Druck-Spezialisten Materials Solutions, an dem die Münchner eine Mehrheitsbeteiligung halten. Die Eröffnung des neuen Gebäudes in Worcester ist für September 2018 geplant. Damit wird sich die Kapazität des Unternehmens verdoppeln, die Anzahl seiner 3D-Drucker auf 50 erhöhen. Es sollen 50 neue Arbeitsplätze entstehen.

19. März 2018

"Die Additive Fertigung ist eine wichtige Säule unserer Digitalisierungsstrategie", sagt Willi Meixner, CEO der Siemens Power and Gas Division. "Diese signifikante Investition unterstreicht unsere Überzeugung, dass wir im Bereich der Additiven Fertigung ein großes Potenzial für Innovation und Wachstum sehen. Zugleich ist dies für uns der nächste Schritt, die Industrialisierung dieser spannenden neuen Technologie weiter voranzutreiben. Wir gehen damit konsequent auf dem Weg der vierten industriellen Revolution voran", ergänzt er.

Siemens bietet mit Materials Solutions umfassende Dienstleistungen an, vom Engineering und Druck bis hin zur kompletten Teilefertigung für externe Kunden, zum Beispiel aus der Luftfahrt, der Automobilindustrie und dem Motorsport. Siemens hat im Jahr 2016 eine Mehrheitsbeteiligung an Materials Solutions Ltd. erworben. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Vorreiter bei der Anwendung der Technologie des sogenannten selektiven Laserschmelzens (Selective Laser Melting - SLM). Dabei werden Hochleistungsteile aus Metall, vorzugsweise aus Hochtemperatur-Superlegierungen, hergestellt. Materials Solutions hat sein Geschäft in den vergangenen zwei Jahren deutlich ausgebaut. Das Unternehmen hat Anwendungs-Know-how und eine Wertschöpfungskette für einige der weltweit führenden Engineering-Gesellschaften aus einer Reihe von Branchen entwickelt. Materials Solutions arbeitet eng mit der Siemens Division Power & Gas zusammen. Es wird erwartet, dass das Unternehmen mit der erweiterten Kapazität in den kommenden Jahren Tausende von Teilen für den Einsatz in Stromerzeugungsanlagen von Siemens herstellen wird.