Siemens setzt auf native CAD-Formate von Traceparts

Wer heute Produkte mit CAD-Systemen entwickelt, wünscht auch seine Norm- und Kaufteile digital zu erhalten. Nachkonstruieren war gestern. Dem trägt auch Siemens Rechnung, indem es seine Produktdaten digital bereitstellt. Neben der eigenen Plattform stehen die Daten nun auch auf Traceparts zur Verfügung.

15. November 2018
Nicht zuletzt die Auslegung von Schaltschränken sind das Ziel vollständiger digitaler Daten der einzelnen Produkte, wie Motorstarter oder Schütze.
Bild 1: Siemens setzt auf native CAD-Formate von Traceparts (Nicht zuletzt die Auslegung von Schaltschränken sind das Ziel vollständiger digitaler Daten der einzelnen Produkte, wie Motorstarter oder Schütze.)

Siemens hat nach den Worten von Marcel Schulz, Business Developer im Bereich Digital Engineering bei Siemens in Fürth, ermittelt, dass das Nachkonstruieren von Teilen aus Katalogen im Durchschnitt 2,7 Stunden dauert, während der Job durch Zugriff auf Datenbanken, nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Zudem ist die Korrektheit garantiert.

Das ist ein großer Vorteil für Konstrukteure, denn kaum eine Entwicklung geschieht ohne Norm- oder Kaufteile.

Gerade der Siemens AG, welche das Thema Digitale Fabrik stark vorantreibt, ist daran gelegen, ihre eigenen Produkte digital zur Verfügung zu stellen. Dabei steht man keineswegs am Anfang: Schon seit mehreren Jahren können sich Anwender die digitalen Zwillingsdaten der Produkte direkt bei Siemens, z.B. über die Industry Mall, herunterladen.

„Es ist so, dass unsere Produktdaten beim Kunden in verschiedenen Prozessschritten benötigt werden, etwa als 3D-Modell in der Layoutplanung, als elektrisches Symbol in der Stromlaufplanung oder im ERP-System mit den kommerziellen und technischen Daten“, so Marcel Schulz.

Wichtig ist es Siemens, die Daten zunehmend in standardisierter Form anzubieten, angefangen bei standardisierten Datenformaten wie DXF oder STEP bis hin zu standardisierten Austauschformaten wie eCl@ass.

Der eCI@ss e. V. wurde im Jahr 2000 von 12 Unternehmen der deutschen Wirtschaft gegründet. Heute hat der Verein 150 Mitglieder weltweit.

"Eines dieser Mitglieder, welches die Rolle aktiv annimmt, sind wir, und zwar von Anfang an", sagt Schulz.