Simmerring von Freudenberg Simrit

Dichtung mit Leckagesensor reduziert Wartungsaufwand

01. Oktober 2008

Um die Funktionssicherheit von Windkraftanlagen - insbesondere im Off-Shore-Einsatz - dauerhaft verbessern zu können, wurde ein spezielles Dichtsystem entwickelt, das über Leckagesensoren erstmals eine Ferndiagnose der Wellendichtung ermöglicht. Dies ist ein entscheidender Schritt zu einer Minimierung des Wartungsaufwandes an Windkraftanlagen.

Gerade hochbelastete Maschinenelemente, wie Wellendichtringe, unterliegen einem unvermeidlichen Verschleiß. Dank moderner Werkstoffe und innovativer Dichtungskonstruktionen werden heute höchste Standzeiten erreicht. Aus physikalischen, tribologischen oder auch chemischen Gründen ist ein Wellendichtring immer ein Verschleißteil, das oftmals erst nach weit über 10.000 Betriebsstunden getauscht werden muss. Um einen Wellendichtring, der noch voll funktionsfähig ist, nicht prophylaktisch zu ersetzen, wurde erstmals ein Simmerring entwickelt, der den Betreiber über seine Funktionsfähigkeit laufend informiert. Lässt die Dichtfunktion des Simmerrings beim Erreichen der Lebensdauer nach, so wird die austretende Leckage von einem Leckagedepot aufgenommen. Ein im Dichtsystem untergebrachter Sensor erkennt die Leckage und erzeugt ein Signal, das von einer programmierbaren Elektronikeinheit ausgewertet wird.

Der Simmerring mit Leckagesensor ist ein modifizierter Standard-Simmerring der bekannten Bauform BAU...X2 oder Baum. Er wird in den Elastomerwerkstoffen NBR oder FKM gefertigt. Bei Bedarf können in diese Simmerringe mit Leckagesensor weitere zusätzliche Sensoren, beispielsweise zur Temperaturüberwachung, integriert werden.