Simulation beschleunigt

Nastran 2016 von MSC Software legt bei der Rechengeschwindigkeit deutlich zu. Auch wurden verschiedene Analysemöglichkeiten verbessert.

17. Juni 2016

MSC Software hat das Release 2016 von MSC Nastran veröffentlicht, dem FEM-Flaggschiff des Hauses. Zu den wesentlichen Verbesserungen zählt die Leistungssteigerung beim Computern mit Shared Memory (gemeinsam von allen CPUs genutztes RAM), wo jetzt durch verbesserte Parallelisierung mehr Prozessoren gleichzeitig nutzbar sind. Laut MSC wurde eine Leistungssteigerung von 50 Prozent bei 16 Prozessoren beobachtet. Bei vier parallelen Threads wurden Berechnungen dreimal schneller ausgeführt als mit einem einzelnen Prozessorkern. Für Shared Memory ist auch der jetzt verfügbare Solver Intel MKL Pardiso vorgesehen. Der soll sich durch besonders gute Skalierbarkeit auszeichnen, also gesteigerte Effizienz bei vielen Prozessoren.

Darüber hinaus wurde MSC Nastran bei verschiedenen Simulationsanwendungen verstärkt. So können rotierende Maschinen nun in 3D modelliert werden. Das verbessert die Möglichkeiten für unsymmetrische Komponenten und ermöglicht die Analyse von Partien einzelner Rotorblätter und auf Komponentenebene. Eine neue Methode für globale Optimierung kombiniert globale mit lokalen Optimierungsverfahren. Dies soll Fahrzeug- und Flugzeugherstellern bei der Gewichtseinsparung helfen ohne Kompromisse bei der Sicherheit. Für die Ausgabe der Ergebnisse führt Nastran 2016 als Ergänzung eine Ergebnisdatenbank im Format HDF5 (Hierarchical Data Format) ein. Dieses Format ist nutzbar mit verschiedenen Betrachtern und durch die Programmiersprachen Python, Java und C++. Weitere Verbesserungen betreffen unter anderem die Funktionsbereiche Dynamics und NVH, nichtlineare und explizite Analyse sowie Belastungs- und Schadenanalyse.