SKF zeigt neue Schrägkugellager

SKF zeigt auf der AMB erstmals die neue Generation der zweiseitig wirkenden Axial-Schrägkugellager für Gewindetriebe. Sie erlauben deutlich höhere Drehzahlen und sorgen so für eine präzisere Bearbeitung innerhalb kürzerer Zeit zu geringeren Betriebskosten.

05. September 2018

Die zweiseitig wirkenden Axial-Schrägkugellager hat SKF für Werkzeugmaschinen entwickelt, bei denen der Einbauraum begrenzt ist und dennoch eine einfache Montage gewünscht wird. Hier dienen die Hochgenauigkeitslager als Stützlager für die Kugelgewindetriebe, die üblicherweise zum Antrieb der verschiedenen Achsen in der Werkzeugmaschine genutzt werden. Diese Anwendung verlangt nach einer besonders zuverlässigen radialen und axialen Führung, was sich mit den Lagern der Reihe BEAS (für Wellendurchmesser von 8 bis 30 mm) bzw. BEAM (mit Flansch; für Wellendurchmesser von 12 bis 60 mm) bestens bewerkstelligen lässt.

Die einbaufertigen Lagerungselemente hat SKF nun auf höhere Tragfähigkeiten und Drehzahlen optimiert. Zu diesem Zweck haben die SKF Ingenieure die innere Geometrie der Lager so modifiziert, dass die dynamische Belastbarkeit der jüngsten BEAS-Modelle gegenüber ihren Vorgängern um bis zu 17 Prozent gestiegen ist. Bei BEAM liegt sie zum Teil um 20 Prozent darüber. Diese höheren Tragzahlen verbessern im Endeffekt die Standzeiten bzw. die Verfügbarkeit der Maschine.

Außerdem erlauben die jüngsten BEAM-Lager – je nach Größe – um bis zu 15 Prozent höhere Drehzahlen, während die neuen BEAS-Versionen sogar um bis zu 35 Prozent höhere Drehzahlgrenzwerte erreichen. Die höheren Geschwindigkeiten können dazu beitragen, dass die erforderliche Bearbeitungszeit pro Werkstück schrumpft. So lässt sich die Produktivität der Maschine weiter steigern.

Darüber hinaus verfügen die serienmäßig abgedichteten und geschmierten Lager über eine neue, berührungsarme Dichtung. Diese wirkt dem Eindringen von Verschmutzungen besser entgegen als viele vergleichbare Produkte, verursacht dabei aber dennoch weniger Reibungswiderstand. Das ist nicht nur energieeffizienter, sondern minimiert auch die Hitzeentwicklung – was zum einen die Fettgebrauchs- und Lagerlebensdauer verlängert und zum anderen die thermische Verformung der Maschinenstruktur in Grenzen hält. Das wiederum trägt zu einer höheren Bearbeitungspräzision bei, zumal ein neu entwickelter, kugelgeführter und glasfaserverstärkter Polyamidkäfig die Gefahr von Schwingungen deutlich reduziert.

Nicht zuletzt lassen sich die langlebigeren BEAM- und BEAS-Lager dank ihrer erhöhten Anzahl von Bohrungen auch noch leicht installieren. Dabei bleibt die Austauschbarkeit der Lager vollkommen erhalten. Alles zusammen senkt unter dem Strich den Instandhaltungsaufwand des Anwenders.

AMB, Halle 2, Stand 2E41

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