Snake-arm-robots

Roboterarme schlängeln sich durch schwierige Aufgaben

08. Februar 2007

Für Menschen können Reparaturen in kritischen Einsatzbereichen aus Platzgründen nicht durchführbar oder aus sicherheitstechnischen Aspekten nicht zumutbar sein. In solchen Fällen kommen spezialisierte Roboter zum Einsatz. Flexible Rotoberarme und präzise Führungskomponenten lösen im Zusammenspiel komplexe Wartungsaufgaben.

Die britische Firma OCRobotics entwickelte eine Roboterlösung, mit der ein beschädigtes Rohr in einem Kernkraftwerk ferngesteuert repariert werden konnte. Sie besteht aus zwei Robotern, die im Team arbeiten. Einer wird im Arbeitsraum selbst installiert und greift von oben auf die Arbeitsstelle zu, der andere erreicht diese durch eine Öffnung im Fußboden. Angesichts des beengten Arbeitsraumes war Präzision ein besonders wichtiges Kriterium. Für diese sorgen Hub-Dreh-Module von THK.

Bewegliche „Snake-arm-robots“, mit denen Werkzeuge, Kameras oder Ersatzteile in Position gebracht werden, sind die Spezialität von OCRobotics. Sie werden auch für die Bombenentschärfung oder in der Luftfahrtindustrie eingesetzt, um schwer zugängliche Stellen im Innern von Flugzeugturbinen zu erreichen. Die Arme sind ähnlich wie die menschliche Wirbelsäule aus vielen Gelenken aufgebaut. Den Sehnen nachempfunden sind Seile, deren Enden an verschiedenen Stellen entlang des Arms befestigt sind. Über eine Vielzahl von Motoren wird die Position jedes „Wirbels“ eingestellt. Eine spezielle Software errechnet die jeweils erforderliche Position aller Drahtseile, um so die gewünschte gewundene Form des schlauchähnlichen Arms zu erzeugen. Gesteuert werden diese Roboter-Arme über einen Joystick, wobei Kameras in der Spitze des Arms dem Bediener Orientierung verschaffen. Insgesamt sind diese Roboter also mit ferngesteuerten Endoskopen vergleichbar, oder ganz anschaulich auch mit dem Rüssel eines Elefanten.