Spezialentwicklung von Findling Wälzlager

Topspeed mit leistungsstarkem Spoiler-Antriebsmodul

02. April 2008

Die aktuelle Generation vom Porsche 911 Turbo ist mit einer Vielzahl neuer Systeme ausgestattet, unter anderem einem modifizierten Verstellsystem für den elektrohydraulischen Spoilerantrieb. Der Zulieferer Suspa setzt dabei auf eine Spezialentwicklung von Findling Wälzlager, bei der Gewichtsreduktion, Temperaturbeständigkeit und höchste Leistungsfähigkeit im Vordergrund standen. Heckdeckel und -flügel des Opus 911 wurden für eine bessere Aerodynamik und mehr Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten komplett neu gestaltet. In diesem Zusammenhang hat die Suspa GmbH, Altendorf, das zuverlässige Antriebssystem des Spaltflügels weiterentwickelt. Dabei wurden gemäß der geforderten Rahmenbedingungen bei der konstruktiven Ausgestaltung des Antriebs mit einer elektrisch angetriebenen Zwei-Kolben-Verteilerpumpe neue Wege beschritten: Wenn der Flügel bei zirka 120 km/h ausfahren muss, springt der Motor sensorgesteuert an und betätigt die Pumpe; Öl wird aus dem Pumpenbereich über entsprechende Ölleitungen in den Ausstellerbereich verdrängt, was die beiden Aussteller aktiviert, auf denen der Flügel bzw. das Spoilerblatt montiert ist. Sie fahren aus und heben dieses an. Aufgrund der modifizierten aerodynamischen Gegebenheiten am Fahrzeug konnte der Hub bei voller Funktionalität auf dem Design zuträgliche 35 Millimeter reduziert werden. Spezielle Anforderungen galten nicht nur im Hinblick auf die Umgebungstemperatur, die durch den Motor im Heckraum im Vergleich zu anderen Anwendungen im Kofferraumbereich deutlich höher ist. „Auch muss die Leistung des Antriebsmoduls den Krafteinwirkungen bei Topspeed standhalten“, beschreibt Dipl.-Ing. Michael Römer aus der Entwicklungsabteilung von Suspa die Vorgaben seitens Porsche. Darüber hinaus war Leichtbau ein besonders wichtiger Punkt, der zu berücksichtigen war. Kompakt bauend, möglichst geringes Gewicht, leichtgängig, wartungsarm, aber dennoch zuverlässig – mit diesen Ansprüchen trat Suspa an den Wälzlager-Spezialisten Findling im Hinblick auf die Lagerung als Zwischenglied zwischen dem Motor und der Spindel heran. Mit einer speziell auf diesen Anwendungsfall zugeschnittenen Lösung konnten die Karlsruher zur Gesamtverbesserung des Verstellsystems beitragen. Wegen des extrem engen Bauraums wurde der Antrieb und damit das Axiallager horizontal – statt wie sonst üblich vertikal – verbaut. Dies stellte Findling vor die Herausforderung, einen speziellen Käfig zu entwickeln.