Speziell zugeschnitten

Antriebstechnik

Antriebe – Mit ihrer brandneuen Antriebsfamilie Unidrive M hat Control Techniques vor allem für den Maschinen- und Anlagenbau ein maßgeschneidertes Paket geschnürt.

05. Dezember 2012

Neue Generationen sollen möglichst viel Neues bringen. Dieses Motto hat sich auch Control Techniques bei seinen Unidrive M-Antrieben auf die Fahnen geschrieben und diesmal ganz besonders an Kunden aus dem Fertigungssektor gedacht. Als Ergebnis steht eine Gerätefamilie mit sieben Antriebsumrichtern, die jeweils spezielle Eigenschaften und Funktionalitäten mit sich bringen – auch um die Produktivität produzierender Maschinen entscheidend zu optimieren.

Das Highendprodukt der Serie ist der Unidrive M800 mit einer laut Hersteller völlig neuartigen Hochleistungs-MCi-Maschinensteuerung. So kann der Anwender seine Maschinen umfassend steuern und seinen Maschinendurchsatz verbessern. Der Antrieb verfügt über eine neue Bewegungssteuerung sowie eine synchronisierte Multitasking-Struktur, dank der alle Unidrive M-Modelle jetzt direkt miteinander kommunizieren können – der Datenaustausch über einen Maschinen-Controller entfällt.

Bei bestimmten Anwendungen wie der »elektronisch angetriebenen Welle« beginnen die Antriebe automatisch damit, miteinander zu kommunizieren und ihre Steuer- und Regelkreise so aufeinander abzustimmen. Tom Alexander, Vice President of Technology bei Control Techniques, ist begeistert: »Unidrive M ist ganz einfach das innovativste Projekt, an dem ich jemals beteiligt war. Auf diese Weise lassen sich sowohl offene als auch industrielle Standardtechnologie nutzen.«

Effiziente Werkzeuge

Zwei neue Tools hat Control Techniques in den Unidrive M eingebaut: Mit dem Inbetriebnahme-Studio bekommt der eine neue Software an die Hand, mit der er Regler einstellen und überwachen kann. Durch diesen vereinfachten Zugriff auf alle wichtigen Parameter kann er seine Antriebe einfach optimieren und Maschinen schneller in Betrieb nehmen, Datensicherung und Fehlersuche werden erleichtert.

Das Unidrive-M-Steuerungs-Studio dient zur Programmierung der neuen MCi-Maschinensteuerung. Die Programmier-Tools benutzen die Programmiersprachen der offenen Industrienorm IEC 61131-3 und werden von CoDeSys unterstützt, um den Anforderungen in der Fertigungsautomation gerecht zu werden. Beide Software-Tools verwenden die gleichen Kommunikationskomponenten, sodass es möglich ist, sie gleichzeitig mit unterschiedlichen Kommunikationsprotokollen laufen zu lassen.

»Bei unseren beiden neuen Tools haben die Bedürfnisse unserer Kunden von Anfang an Priorität«, ergänzt Tom Alexander. »Darum ist die Bediensoftware extrem anwenderfreundlich konzipiert. Inbetriebnahmen sowie das Optimieren und Überwachen von Antreiben und Systemen lassen sich ohne spezielle Kenntnisse und Programme durchführen. Zudem lassen sich Antriebs- und Motorleistung steigern.«

Diese Leistungssteigerung verdanken die Unidrive M-Antriebe der jetzt mehr als verdoppelten Bandbreite der Steuer- und Regelkreise. Die Algorithmen zur Motorsteuerung, die Control Techniques entwickelt hat, gewährleisten in Verbindung mit moderner Mikroprozessortechnologie, dass die Serie die derzeit höchste Stabilität und Leistung für alle industriellen Motortypen bietet, so das Unternehmen. »So können die Nutzer ihren Maschinendurchsatz bei jeder Anwendung und bei jedem Motor optimieren, angefangen bei AC-Standardinduktionsmotoren über hochdynamische lineare Motoren bis zu energiesparenden Dauermagnetmotoren und Hochleistungs-Servomotoren«, zählt Tom Alexander die Möglichkeiten auf. »Dieses global umgesetzte Projekt führte dazu, dass wir bislang 30 Patentanträge zum Schutz der Vielfalt der Technologien für Unidrive M einreichen konnten.«

Für die Konzipierung der Unidrive M-Familie führte Control Techniques eines der umfassendsten Marktforschungsprogramme in der Unternehmensgeschichte durch. Ziel dieser Marktforschung war es, ein Konstruktions- und Herstellungskonzept zu entwickeln, das sich vollständig an den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden orientiert.

In einem ersten Schritt führte Control Techniques eine qualitative Untersuchung durch, um tiefer liegende präzise Markttrends durch eine Reihe von Tiefeninterviews mit OEMs und anderen Endnutzern zu ermitteln. Gefolgt wurden diese Prozesse von quantitativen Untersuchungen, um die Ergebnisse der qualitativen Studie zu bestätigen und weitere Details zu eruieren. Es war für Control Techniques dabei oberstes Ziel, herauszufinden, welches spezielle Antriebsmerkmal in jedem spezifischen Bereich der Fertigung auf dem Markt gewünscht wird.

In sorgfältig geplanten Online-Befragungen, so genannten Conjoint-Analysen, ermittelte das Unternehmen anhand einer Rekonstruktion der Kaufentscheidung die zugrunde liegenden Bedarfsfaktoren des Kunden. Jay Wirts, Vice President of Strategic Marketing bei Control Techniques, meint dazu: »Unsere Forschung hat zu einem gründlicherem Verständnis der Marktanforderungen in der Fertigung geführt, und die gesammelten Informationen waren essentiell in der Entscheidungsfindung, welche Kunden wir in Zukunft mit welchen Produkten ansprechen werden.« Dabei kristallisierte sich heraus, dass sich die Kunden und Interessenten im Fertigungssektor in sieben Hauptgruppen mit jeweils unterschiedlichen Bedürfnissen einteilen lassen.

»Dementsprechend entwickelten wir ein Produktprogramm aus sieben Antriebsmodellen, die jeweils eine dieser Kundengruppen abdecken.« Wirts ist davon überzeugt, dass das breite Angebot von neuartigen Antrieben und Antriebsoptionen die Leistung und Produktivität der Kunden von Control Techniques revolutionieren wird.

Erschienen in Ausgabe: 09/2012