Ziel des ersten gemeinsamen Projekts von Stäubli und Stöber, an dem auch der Lineartechnikhersteller Rollon mitwirkte, war die Erweiterung von Stäubli-Robotern mit maximal sechs Achsen um eine siebte und optionale achte Achse. Das Konzept: Ein Roboter verfährt dynamisch auf einer Linearführung wobei die siebte sowie die achte Achse sowohl translatorische wie rotatorische Bewegungen ermöglichen. Damit ist der Roboter in einem hohen Maß flexibel und frei konfigurierbar. Im Einsatz hat er so einen deutlich größeren Handlungsspielraum und kann an mehreren Stationen einer Linie unterschiedlichste Aufgaben übernehmen. Für die Bewegungssteuerung der beiden Achsen kommt jeweils der Einzelachsregler SD6 von Stöber zum Einsatz. Die Anbindung an eine überlagerte Steuerung erfolgt über EtherCAT oder CANopen.

Externe siebte Achse bewegt den Drehteller

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Im Rahmen eines zweiten Projekts kooperiert Stäubli erneut mit Stöber. Beide Unternehmen wollen damit demonstrieren, wie effizient ein Sechs-Achs-Roboter der Baureihe TX2–60 mit einer oder zwei externen Achsen von Stöber ausgerüstet werden kann – eine Anwendung findet sich zum Beispiel bei einem namhaften deutschen Fahrradhersteller. Die siebte Achse bewegt mithilfe des Stöber Getriebemotors PHEZ einen Drehteller, auf dem sich ein zu bearbeitender Fahrradrahmen befindet. Der Roboter führt das Werkzeug zum Rahmen – sobald sich beide berühren, startet der Motor des Drehtellers. Das Werkzeug verfolgt die unrunde Drehbewegung des Rahmens, ohne den Kontakt zu verlieren. Geregelt werden die Achsen über die neue CS9-Steuerung von Stäubli sowie durch den Stöber Einzelachsregler SD6, die Anbindung erfolgt über EtherCAT. Präsentiert wurde das Modell im Dezember 2019 auf einer Messe im französischen La Roche-sur-Foron.

Ziel der Kooperation von Stäubli und Stöber ist, Lösungen anzubieten, um flexibel auf individuelle Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Der Roboteranbieter schätzt die Zusammenarbeit mit Stöber sehr, denn der Antriebsspezialist unterstützte den Roboterbauer bei wesentlichen Entwicklungsschritten – insbesondere bei der Kommunikation der Steuerung CS9 mit dem Antriebsregler SD6.

Beide Unternehmen erreichen mit dem Ergebnis ihrer Zusammenarbeit sowohl Erstausrüster als auch Systemintegratoren – und haben somit eine die Grundlage für gemeinsame Verkaufsaktionen und Messekooperationen geschaffen.