Standard in Sicht

Die Standardisierungorganisation ASTM International und das 3MF-Konsortium wollen zukünftig beim 3D-Druck zusammenarbeiten. Dies könnte sich auch auf die internationale Normung der ISO auswirken.

23. Juni 2016

ASTM International und das 3MF-Konsortium haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Sie wollen erkunden, wie sie Standards und Roadmaps angleichen sowie mit modernen Technologien für den 3D-Druck am Markt auftreten können. ASTM ist eine vielfältig tätige Standardisierungsorganisation, während sich das 3MF-Konsortium 2015 speziell zusammengefunden hat, um ein Dateiformat für 3D-Druck zu entwickeln, welches das limitierte STL ablösen soll. Die im PLM-Umfeld bekanntesten Mitglieder von 3MF sind Stratasys, 3D Systems, Autodesk, Dassault Systèmes, PTC, Siemens, Microsoft und HP.

Das ASTM-Komitee F42 für 3D-Druck wurde bereits 2009 gegründet und hat über 400 Mitglieder aus 23 Ländern. Es hat unter anderem das "Additive Manufacturing File Format" (AMF) definiert, das sich allerdings bisher nicht recht durchsetzen konnte. Die ASTM hat darüber hinaus eine Kooperationsvereinbarung mit der internationalen Normungsorganisation ISO für Zusammenarbeit in Sachen 3D-Druck. Mögliche Ergebnisse der Kooperation zwischen ASTM und 3MF könnten auf diesem Wege in eine ISO-Normierung einfließen oder münden.

"ASTM-Mitglieder, von denen einige aus 3MF-Mitgliedsfirmen kommen, haben eine führende Rolle dabei gespielt, um Innovationen im 3D-Druck den Weg zu bereiten",  meint Daniel Smith, Vizepräsident der Technischen Komitees bei der ASTM. "Durch diese Kooperation können 3MF und ASTM Unternehmen besser unterstützen, die Art und Weise zu verändern, wie die Welt über Produkte wie Flugzeugkomponenten, medizinische Implantate und viele andere denkt."