Stark und robust

Gießwagen-Verstellung von Pfaff-silberblau

06. Mai 2010

An kaum einem anderen Arbeitsplatz herrschen derart harte Umgebungsbedingungen wie in einem Stahlwerk. Die Schwerstarbeit übernehmen bei Gluthitze und größtem Schmutz vor allem Maschinen – und dafür müssen sie auch besonders robust konstruiert sein. Für die Stranggießerei eines großen deutschen Stahlherstellers hat Pfaff-silberblau basierend auf dem SHE 150 eine spezielle Schubrohrkonstruktion für die Verstellung von Gießwagen entwickelt. Diese gekapselte Systemlösung vom Kissinger Antriebstechnikspezialisten hat ihre „Feuerprobe“ in der Gießerei bestanden und bietet sich jetzt auch für andere Anwendungen in der Schwerindustrie an, in denen hohe Lasten bei ungünstigen Umgebungsbedingungen bewegt werden müssen.

Die Anforderungen des Stahlherstellers an die Gießwagen-Verstellung von Pfaff-silberblau ergeben sich aus einem scheinbar simplen Vorgang, der aber viel Kraft und Widerstandsfähigkeit erfordert: In Stranggießereien wird flüssiger Stahl in sogenannten Gießwägen vom Schmelzofen zu den Kokillen gebracht. Der Gießwagen, der im gefüllten Zustand bis zu 150 t wiegt, wird mit Hilfe einer Hubvorrichtung in die obere Position gebracht. So kann flüssiger Stahl aus dem Schmelzofen über ein Keramikrohr in den Wagen fließen. Mit steigendem Füllstand senkt sich der Gießwagen langsam ab. Ein Geber am zweiten Wellenende oder am Motor des Hubzylinders erfasst dessen Position, während eine bauseitige Steuerung die entsprechende Regelung übernimmt.

In der Systemlösung von Pfaff-silberblau übernehmen vier Hubzylinder mit einer maximalen Hublast von je 500 kN diese Schwerstarbeit: Sie heben den Gießwagen mit einer maximalen Geschwindigkeit von circa 2 m/min – zuverlässig, sicher und präzise unter härtesten Produktionsbedingungen. Für diese Hubeinrichtung entwickelten die Ingenieure von Pfaff-silberblau eine spezielle Schubrohrkonstruktion basierend auf der bestehenden Baugröße SHE 150.