Studentenforschung für die Luftfahrt

Nachwuchsförderung — Ein innovatives fächerübergreifendes Lehrprojekt hat der Fachbereich Produktionstechnik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Universität Bremen gestartet:

09. April 2008

Rund 20 Studierende der Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen und Produktionstechnik realisieren dort den Bau eines Hybridluftschiffes mit vier Meter Länge, drei Meter Breite und einer Höhe von einem Meter. Ziel des Projekts unter Leitung von Ekkard Brinksmeier, Professor für Fertigungsverfahren und Direktor der Hauptabteilung Fertigungstechnik der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT) ist vor allem das Erlernen und Anwenden sogenannter Soft Skills und Projektmanagement, die praktische Anwendung von theoretischem Wissen sowie die Ausübung einer interdisziplinären Arbeitsweise. Unterstützt wird das Projekt von dem Düsseldorfer Ingenieur-Dienstleister Yacht Teccon. »Damit nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung für die Förderung des akademischen Nachwuchses wahr«, begründet Markus Schlereth, Business Manager für die Fertigung und das Qualitätsmanagement bei dem Spezialisten für Technologieberatung für die Branchen Flugzeug- und Fahrzeugbau, Automation, Produktionsplanung und Schiffbau und erklärt: »Die Studierenden erlernen in diesem Projekt wichtige Kompetenzen, die später im Berufsalltag gefordert werden.«

Aufgabe der Studierenden ist der Bau eines Luftschiffs, das sich in der Form der »Schwerer-als-Luft-Technologie« bedient, jedoch mit Helium gefüllt wird. Gegenüber normalen Luftschiffen ermöglicht dieser Ansatz eine bessere Aerodynamik und damit einen geringeren Kraftstoffverbrauch sowie eine verringerte Anfälligkeit gegenüber Wind und anderen Wetterverhältnissen. Im Vergleich zu Flugzeugen verspricht das Projekt deutlich höhere Nutzlasten und erlaubt zudem den Einsatz alternativer Antriebe wie Solarstrom oder Wasserstoff. Die erste Testphase des neuartigen Luftschiffes ist für den Januar 2009 geplant.

Erschienen in Ausgabe: 02/2008