Super für den Leichtbau

Schwerpunkt

Klebstoffe – Auch im anspruchsvollen Gebiet des Leichtbaus ist die Verbindung mit Klebstoffen eine verlässliche Alternative, die in vielen Branchen immer mehr an Bedeutung gewinnt.

22. August 2014

Nur mit einer durchdachten konsequenten Leichtbauweise ist es möglich, Gewicht und Dicke von Bauteilen zu reduzieren und so Energieressourcen und Materialkosten zu sparen. Dieses Konzept lässt sich häufig nur mit einem Materialmix aus Metallen und anderen Werkstoffen realisieren. Dies stellt aber besondere Anforderungen an die Verbindungstechnik. Es gilt, dünnwandige Metalle, empfindliche Oberflächen, dreidimensional verformte Baugruppen oder kleinste Bauteile unsichtbar, material- und wärmeschonend zu fügen. Konventionelle Methoden wie Nieten, Schrauben oder Schweißen sind dann oft nicht geeignet.

Klebstoffe hingegen passen als »leichteste Fügetechnologie« gut ins Leichtbaukonzept. Dem widmet sich auch der Klebstoffhersteller Technicoll mit seinen Strukturklebstoffen, vor allem aus der 94er-Reihe. Die Traditionsmarke bietet laut Distributor Ruderer Klebetechnik aus Zorneding mit ihrem umfangreichen Sortiment an Zwei-Komponenten-Strukturklebstoffen ein qualitativ anspruchsvolles Portfolio, mit dem sich sehr viele Bauteile sicher fügen lassen.

Verschiedene Mischungen

Je nach Anwendung basieren die Rezepturen dieser Strukturklebstoffe auf Epoxidharz (EP), Polyurethan (PUR) oder Methylmethacrylat (MMA). Es gibt sie mit unterschiedlicher Konsistenz und einer Reihe von Topf- und Verarbeitungszeiten sowie Fugeneigenschaften. Die Technicoll 94er-Reihe enthält spezielle Produkte, die den besonderen Anforderungen wie hohe Temperaturbelastung oder chemische Beständigkeit gerecht werden. Die Aushärtung erfolgt schonend bei Raumtemperatur. Die Verarbeitung aus üblichen Doppelkammerkartuschen mit einem statischen Mischrohr erlaubt eine sichere und saubere Applikation und soll besonders benutzerfreundlich sein.

Klebstoffe beim Leichtbau mit Metallen sind in Automobil- oder Luftfahrtindustrie am stärksten verbreitet, aber nach Angaben von Ruderer sind die Einsatzgebiete ungleich vielfältiger und umfangreicher: Denn ob im Maschinen-, Apparate- und Gerätebau oder in Elektrotechnik, Medizintechnik oder Bauindustrie – leichte und damit ressourcensparende Bauteile und deren Verbindung gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. mk

Erschienen in Ausgabe: 06/2014