Supercomputer im PC

Mit der Titan V bringt Nvidia eine neue Hochleistungskarte für rechenintensive Anwendungen heraus. Basierend auf der diesen Sommer eingeführten Volta-Architektur, ist die Titan V die derzeit leistungsstärkste Grafikkarte für PCs von Nvidia.

19. Dezember 2017

Mit der Titan V bringt Nvidia die erste Workstation- und PC-Karte mit einem Volta-Grafikprozessor auf den Markt. Die Karte hat ebenso wie die im Sommer vorgestellten Tesla V100 Volta 5120 Shaderkerne. Der Grafikspeicher ist mit 12 GByte vom schnellen HBM2 sehr gut ausgestattet. Die Tesla V100 verfügt mit 16 GByte HBM2 über noch etwas mehr Speicher und hat zudem den 300 GB/s schnellen Interconnect NVLink zwischen den Grafikkarten, die speziell im Cluster wichtig sind. Die Rechenleistung gibt Nvidia bei Deep Learning mit 110 Teraflops für die Titan V und 112 Teraflops (an PCIe) fast gleich hoch an. Lediglich bei Nutzung von NVLink kann die Serverkarte Tesla V100 die Workstationkarte Titan V mit 125 Teraflops etwas distanzieren. Zum Vergleich: Die Quadro P6000, eine der stärksten Grafikkarten von Nvidia mit 24 GByte Grafikspeicher, wird mit 12 TFlops angegeben. Nvidia bietet die Karte selbst für 3100 Euro an.

"Unsere Vision für Volta war, die Grenzen von High Performance Computing und Künstlicher Intelligenz zu erweitern. Wir haben neue Wege beschritten mit der neuen Prozessorarchitektur, numerischen Formaten, Speicherarchitektur und Prozessor-Links", sagt Jensen Huang, CEO von Nvidia. "Mit der Titan V übergeben wir Volta in die Hände von Forschern und Wissenschaftlern überall in der Welt. Ich kann es kaum erwarten, ihre Forschungsdurchbrüche zu sehen."