Taktzeiten optimieren

Die Rückstelldynamik von Elastomer-Dichtringen beeinflusst Fertigungsprozesse

31. Mai 2007

Die Montage von O-Ringdichtungen erfolgt in vielen Anwendungen völlig automatisiert. Für kurze Taktzeiten ist neben der zuverlässigen Vereinzelung die Rückstelldynamik der O-Ringe eine Schlüsselgröße. Mit einem neu entwickelten Messverfahren analysiert Freudenberg Simrit diesen entscheidenden Parameter. Mit fundierten Aussagen über Rückstelldynamik von O-Ringen in Abhängigkeit von Dehnung bzw. Dehnrate, Material, Dehnzeit, Dimensionen und Temperatur können automatisierte Montagelinien optimiert werden.

O-Ring-Dichtungen werden bei der Montage in den meisten Fällen gedehnt. In vollautomatischen Montagelinien muss der O-Ring zwischen dem Entlasten nach der Montagedehnung und dem nächsten Montageschritt genug Zeit haben, sich soweit zurückzustellen, dass er fest im Nutgrund sitzt. Nur wenn dies gewährleistet ist, kann Schlaufenbildung und somit das Beschädigen oder auch Abscheren des O-Rings bei der Weitermontage sicher verhindert werden. Um präzise Aussagen machen und Empfehlungen für Montageoptimierungen geben zu können, hat Freudenberg Simrit ein optisches Messverfahren entwickelt, mit dem die verschiedenen Einflussfaktoren auf das Rückstellverhalten unter Montagebedingungen simuliert werden. Mit materialspezifischen Kennwerten werden exakte Aussagen zur Rückstelldynamik und damit auch Montagesicherheit möglich.

Dazu werden O-Ring spezifische Einflüsse, wie Mischung, Härte oder Abmessungen, und montagespezifische Parameter, wie Anzahl der Greifarme und daraus folgend die Dehnrate sowie die Dehndauer, berücksichtigt. Die Analysen der verschiedenen Einflussfaktoren auf die Rückstelldynamik eines O-Rings führen zu konkreten Montageempfehlungen. Damit lassen sich die Taktzeiten in der automatisierten Fertigung exakt anpassen und montagebedingte Beeinflussungen minimieren. Dies optimiert die Montagesicherheit und hilft die Qualität der montierten Teile zu erhöhen.