Team für 3D-Druck

Stratasys und Siemens haben eine formelle Partnerschaft geschlossen, um Produkte aus dem Geschäftsbereich Digitale Fabrik von Siemens mit denen von Stratasys zu kombinieren. Ziel ist, die additive Produktion in den Fertigungsabläufen von Unternehmen zu etablieren.

28. November 2016

Stratasys und Siemens wollen zukünftig auf dem Gebiet der additiven Produktion zusammenarbeiten und diese Technik verstärkt in der produzierenden Industrie etablieren. Zielbranchen sind dabei insbesondere Luft- und Raumfahrt, Fahrzeugbau, Transport, Energietechnik und Werkzeugbau. Diese Kooperation schließt auch die kürzlich angekündigte Komplettsoftware von Siemens für 3D-Druck ein. Die beiden Unternehmen haben schon in der Vergangenheit punktuell zusammengearbeit. So gibt es in NX einen Direktlink zur Workbench GrabCAD von Stratasys, und die von Stratasys zuletzt auf der Formnext 2016 vorgestellte Fertigungszelle arbeitet mit Bewegungs- und CNC-Steuerungen von Siemens.

Beim Robotic Composite 3D Demonstrator beginnt der Arbeitsablauf mit Konstruktion und Prüfung des Modells in NX. Aus diesem Modell generiert das CAM-Modul von NX ein Fertigungsprogramm. Das wird durch den Extrusionskopf und die Extrusionssoftware nach dem FDM-Prinzip (Fused Deposition Modeling) von Stratasys in den Aufbau des Produkts umgesetzt. Die Steuerung des verwendeten Roboters obliegt beim Demonstrator einer Steuerung Sinumerik 840D sl.

"Mit unserem kompletten Ökosystem für 3D-Druck, bestehend aus Kundenanwendungen, Hardware- und Softwareplattformen, fortschrittlichen Materialien und Beratungsleitungen, ist Stratasys bestens positioniert, um Unternehmen dabei zu helfen, mit 3D-Druck ihr Geschäftsmodell zu transformieren", sagt Dan Yalon, Vizepräsident für Produkte bei Stratasys. "Stratasys ist erfreut, dass wir unsere Partnerschaft mit Siemens jetzt offiziell besiegeln. Wir sehen darin einen wesentlichen Katalysator für die Industrialisierung der additiven Produktion. Mit vereinten Kräften werden unsere Unternehmen abgestimmte, erstklassige Technologien bereitstellen, mit denen Großserienhersteller die Vorteile der additiven Produktion in traditionellen Fertigungsumgebungen nutzen können. Wir glauben, dass sich dieser Partnerschaft eher früher als später auf die Produktionsabläufe auswirken wird, wobei Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und Werkzeugbau zuerst profitieren werden."