Testlabor für vernetzte Produktion

In vielen kleinen und mittelgroßen Unternehmen wird an Produkten für Industrie 4.0 gearbeitet. Das Münchener Fraunhofer ESK bietet für IoT eine Testumgebung zum Prüfen der Kommunikationsfunktionen an.

16. Juni 2017

Unter der Bezeichnung "I4.0 Comlab" hat das Fraunhofer-Institut ESK eine Testumgebung eingerichtet, in der Hersteller ihre Geräte und Software auf Eignung für Szenarien nach dem Prinzip Industrie 4.0 prüfen lassen können. Das Institut bietet Unterstützung an bei der Erstellung von Testspezifikationen, es konfiguriert die Testumgebungen und kümmert sich um Testdurchführung und -auswertung. Außerdem unterstützen die Fraunhofer-Forscher bei Fehlerbehebung und Verbesserungsmaßnahmen.

Das Comlab ist vor allem auf Anwendungen der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation eingerichtet. Dazu zählen Test von Geräten und Software mit funkbasierter Kommunikation mit IoT-Protokollen, Betrieb von Funknetzen sowie Client-/Server-Anwendungen in I4.0-Szenarien. Die Testumgebung des ESK ist eine von derzeit 30 bundesweit, aber laut Fraunhofer-Institut die einzige, die den Schwerpunkt auf Kommunikation hat.

Die Nutzung eines I4.0-Testlabors wird durch das BMBF gefördert – Näheres ist bei der Kontaktstelle zu erfahren. Die Förderung ist abhängig von der Unternehmensgröße: Bei kleinen Unternehmen kann sie bis 50 Prozent, bei mittleren bis 40 Prozent betragen. Die absolute Obergrenze beträgt in beiden Fällen 100.000 Euro. Die Kontaktstelle berät auch bei der Auswahl eines Testlabors.