Transparenz durch Differenzierung

Neues Greifer-Segment von Schunk

08. Juni 2007

Schunk hat sein Programm an pneumatischen Greifern neu strukturiert und in drei Segmente unterteilt. Das mittlere Segment wird künftig von der Greiferklasse "Schunk-Kompakt" gebildet, die alle wesentlichen Funktionen zur Verfügung stellt, sich mit viel Zubehör ergänzen lässt und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Zwei neue Greifer bilden den Auftakt dieser neuen Mitteklasse: Der Parallelgreifer JGP und der Zentrischgreifer JGZ.

Parallelgreifer JGP

Beim JGP handelt es sich um einen sehr kompakten und universell einsetzbaren Parallelgreifer. Er ist für den Einsatz in sauberen bis leicht verschmutzten Umgebungen gedacht und steht in den Baugrößen 64 bis 160 zur Verfügung. Die kompakte Bauweise prädestiniert den JGP vor allem für Anwendungen, bei denen nur ein begrenzter Bauraum zur Verfügung steht und Störkonturen vermieden werden müssen. Dank Ovalkolben, Keilhakenkinematik und einer robusten T-Nuten-Gleitführung erreichen die JGP-Greifer je nach Baugröße Greifkräfte von 250 bis 2390 Newton bei Eigenmassen von 0,28 bis 3,3 Kilogramm. Der Hub ist einstellbar und beträgt je Finger sechs bis 16 Millimeter. Die empfohlenen Werkstückgewichte liegen bei 1,25 bis 8,2 Kilogramm im Standardfall, also bei einem reinen metallischen Kraftschluss zwischen Werkstück und Greiferfinger. Werden andere Materialpaarungen oder formschlüssige Greifer eingesetzt, lassen sich problemlos auch deutlich schwerere Werkstücke bewegen.

Zentrischgreifer JGZ

Der Zentrischgreifer JGZ, bei dem es sich um eine dreifingrige Variante des JGP handelt, ist ebenfalls in den Baugrößen 64 bis 160 verfügbar. Bei Eigenmassen von 0,43 bis 8,0 Kilogramm erreichen die JGZ-Greifer je nach Baugröße Greifkräfte von 580 bis 8090 Newton, so dass damit im Standardfall Werkstückgewichte von 2,9 bis 30 Kilogramm bewegt werden können. Der JGZ arbeitet mit einem Rundkolben, dessen Kraft von einer Keilhakenkinematik auf drei in T-Nutenführungen laufenden Grundbacken übertragen wird. Ihr Hub ist ebenfalls einstellbar und kann zwischen sechs und 16 Millimetern variiert werden.

Zubehör und Sensorik

Für die Serien JGP und JGZ steht ein umfangreiches Zubehör zur Verfügung, das neben einem Backenschnellwechselsystem auch Druckerhaltungsventile, Fingerrohlinge und Verschraubungen umfasst. Zur Positionsabfrage lassen sich beide Greifertypen sowohl mit Magnetschaltern als auch mit induktiven Näherungsschaltern ausrüsten. Diese Sensoren können ohne weitere Anbausätze direkt am Greifer befestigt werden und geben jederzeit Auskunft über die Position der Greiferfinger. Mit weiteren Sensoren wird auch die Integration von Messsystem-Funktionalitäten möglich, zum Beispiel mit dem Kraftmesssystem FMS, dem flexiblen Positionssensor FPS oder dem sehr genauen analogen Positionssensor APS. Damit lassen sich der JGP wie auch der JGZ zum Beispiel in anspruchsvollen Montageaufgaben einsetzen, bei denen eine genaue Positionierung unter definiertem Krafteinsatz erforderlich ist.