Umstieg auf 3D erleichtert

CAD - Gesucht war eine Software, die zwischen der 2D- und 3D-Welt vermittelt. Sie sollte die Konstruktion ebenso vereinfachen wie beschleunigen. Kurzum eine, die den Weg für zukunftsweisendes Engineering ebnet. Mit LOGOCAD TRIGA 4.x. legt EPLAN Software & Service eine Lösung vor.

30. Juni 2005

Offenheit, Durchgängigkeit, höchste Performance bei einfachem Handling sind die Eckpfeiler von Logocad Triga 4.x. Die Softwarebasis wurde komplett neu strukturiert, was der Konstruktion, Bearbeitung und Verwaltung großer Datenmengen einen zusätzlichen Leistungsschub bringt. Welches Potenzial sich dem Konstrukteur in der Praxis hier erschließt, sollen einige Fakten belegen.

So gehört die wahlweise Konstruktion in 2D oder 3D zu den attraktivsten Stützpfeilern des Systems. Das erleichtert den Einstieg in die 3D-Welt mit zukunftsweisendem Engineering entscheidend - wozu auch die durchgängige, leicht zu erlernende Bedienung beiträgt. Denn alle Funktionen, die in der 2D-Konstruktion verwendet werden können, finden sich im 3D in erweiterter Form wieder. Der Anwender hat dabei die freie Wahl: Er kann beim Zeichnen mit der herkömmlichen 2D-Darstellung in mehreren Ansichten beginnen und daraus ein 3D-Modell aufbauen oder ein 3D-Modell erstellen und aus diesem 2D-Werkstattzeichnungen ableiten. Zum Erzeugen der 3D-Modelle stehen das Drahtmodell, schattierte Körper oder Körper mit verdeckten Linien zur Verfügung. Hier zeigt sich ein weiteres, entscheidendes Merkmal von Logocad Triga 4.x: Die Arbeitsweise während der Konstruktion ist frei wählbar und kombinierbar: Parametrisch, teilparametrisch oder ganz frei ohne Parameter! Zudem ermöglicht der aktuellste ACIS-Kern in der jetzt freigegebenen Version Logocad Triga 4.1 ein bis zu 25% schnelleres Arbeiten sowie zusätzliche Hilfe bei Modellieroperationen. Alle Arbeitsschritte beim Bauteil-Modellieren werden abgespeichert. Damit ›kennt‹ die jewei-lige Komponente ihre Ent- stehungsgeschichte, was ein späteres Verändern von Konstruktionen oder das Wiederverwenden früher konstruierter Bauteile zum Kinderspiel macht. Als weitere Besonderheit präsentiert sich die Baugruppen- und Klontechnologie, welche bei extrem geringem Speicherbedarf auch große Zeichnungen mit vielen Bauteilen und Komponenten optimal handhabt. Auch hier kann sich der Nutzen sehen lassen: Ein wesentlich kleineres Datenvolumen in der 3D-Anwendung.

Gleichzeitig erleichtert und beschleunigt der Constraint Manager von D-Cubed das Engineering spürbar. Abhängigkeiten werden hier über geometrische Beziehungen definiert - sie erweitern das Zusammenwirken zwischen Komponenten und Baugruppen oder schränken es ein. Dies geschieht wahlweise, so werden die Modelle beweglich und animierbar. Der Beschleunigungseffekt dürfte jeden zeit- und kostenbewussten Anwender interessieren. So wird schon das Platzieren bestimmter Teile entscheidend vereinfacht, da die entsprechenden Komponenten aufgrund definierter Abhängigkeiten zu bestehenden Bauteilen unmittelbar an der richtigen Position abgesetzt werden. Geldwerter Vorteil erschließt sich auch beim Verändern von Konstruktionen, da abhängige Komponenten in festgelegter Richtung automatisch mitverschoben oder gedreht werden; zeitraubendes Nachführen von Bauteilen inklusive deren Platzierung ist endgültig out.

Darüber hinaus verfügt Logocad Triga über eine Direktschnittstelle zum 2D-Sstem ME 10, was sowohl Kunden als auch poten-zielle Anwender interessieren dürfte. Denn CAD-›Altdaten‹ können nun problemlos konvertiert werden, die vorhandene Struktur und Logik bleibt dabei erhalten.

Von dieser Zusatzfunktionalität profitiert bereits das Unternehmen Walther Trowal in Haan. Der Mittelständler, der bisher ME 10 sowie den Workmanager zur Projektabwicklung einsetzte, fand in Logocad 4.x die passgenaue 2D/3D-Nachfolgelösung inklusive Lieferung von PDM 9000 für die gesamte Projektabwicklung. Der Bereich Professional Services bei EPLAN Software & Service erstellte ein umfassendes Implementierungskonzept, das auf der Direktschnittstelle von Logocad Triga zu ME 10 aufbaut. Rund 30.000 Konstruktionszeichnungen konnten in nur vier Wochen konvertiert werden. Auch die Übernahme der PDM-Daten aus dem Workmanager funktionierte problemlos - diese stehen nun in PDM 9000 bereit. Zudem läuft die Verwaltung von eingescannten Zeichnungen oder Grafik-Formaten wie tif oder bmp über PDM 9000.

Bei Walther Trowal zeigen sich einmal mehr die Vorteile der 2D/3D-Durchgängigkeit von Logocad Triga. Denn die Konstrukteure konnten ohne Einschränkungen des Tagesgeschäfts sämtliche Konstruktionen weiter im 2D abwickeln, während ein Projektteam ins Leben gerufen wurde, das den Umstieg auf 3D vorbereitete. Entsprechende Schulungsmaßnahmen begleiten den nahtlosen Übergang.

Hier spiegelt sich bereits die Stärke von Logocad Triga als umfassendes, strikt fertigungsorientiertes Konstruktionssystem zur Unterstützung der gesamten Prozesskette. Das unterstreichen auch die zahlreichen Zusatzapplikationen für unterschiedliche Branchen, wie etwa das Rohrleitungs- und Blechmodul oder die Industriebau-Applikation nebst etlichen Anbindungen an FEM-, CAM- oder PDM-Systeme.

Von diesem ›ganzheitlichen‹ Ansatz profitiert das gesamte Unternehmen. Und durch die Anbindung an PDM-, DDM- und ERP-Systeme lässt sich ein optimierter Workflow bis in den kaufmännischen Bereich hinein schaffen.

Diese tiefgreifende Integration in den Produktionsablauf - von der Entwicklung bis in die Fertigung und vom Einkauf bis zur Lagerverwaltung - vermeidet mehrfache Dateneingabe nebst möglichen Falscheingaben, senkt der Verwaltungsaufwand und schiebt zeitraubender Mehrarbeit einen Riegel vor. Zudem stellt der 3D-Kern ACIS neben dem eigenen SAT-Format produktneutrale Schnittstellen und Direktschnittstellen zu anderen CAD-Formaten wie CATIA und Pro/Engineer zur Verfügung. Das optionale Rohrleitungsmodul unterstützt den Anwender durch vielfältige Funktionen bei der Erzeugung von 3D-Rohrleitungssystemen in allen Disziplinen des Maschinen- und Anlagenbaus. Normbauteile sind dabei in einer reichhaltigen Palette verfügbar - von Rohren und Rohrbögen über T-Stücke, Armaturen und Flansche bis hin zu Rohrkappen. Sonderbauteile wiederum können frei oder nach Herstellerkatalogen in 3D konstruiert und anschließend in den Rohrstrang integriert werden. Der besondere Vorteil: Auch im Einbauzustand bleiben diese Bauteile parametrisch und konstruktiv änderbar.

Ergänzend zu den Konstruktionsfunktionen von Logocad Triga lässt sich auch die Stahlbaubibliothek als effektives Zusatzmodul nutzen - wenn etwa handelsübliche Walz- und Kaltprofile verbaut werden sollen. Hier erleichtern die komfortablen Platzier- und Editierfunktionen dem Konstrukteur zusätzlich die Arbeit. In kürzester Zeit lassen sich so zum Beispiel Maschinenpodeste, Unterstützungen oder Geländer entwerfen und die benötigten Objektansichten erstellen.

Weiterhin gibt es verschiedene DIN- und Herstellerkataloge als Zusatzapplikation für Logocad Triga 4.x. Aber auch die Entwicklung eigener Bauteilreihen gelingt mühelos: Mittels Feature-Technik wird ein Bauteil konstruiert und dessen Parameter in eine Datenbank geschrieben. Diese stehen somit als Grundlage für weitere Konstruktionen zur Verfügung. Eine kleine Änderung der Parameter genügt, um ein völlig neues Teil zu erstellen. Oder der Konstrukteur entwickelt eigene Werksnormen mit Hilfe der Objekttechnik im 2D und der Feature-Objekttechnik im 3D - der Engineering-Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Häufig muss allerdings nur ein kleiner Teil der Maschine oder Anlage von Grund auf neu konstruiert und gefertigt werden. Viele Komponenten sind also Standardteile oder werden von den Herstellern einbaufertig geliefert. Diese können per Knopfdruck aus PARTsolutions - dem intelligenten Teilemanagement-System von Cadenas - in die eigene Konstruktion übernommen werden. Das bringt natürlich Pluspunkte beim Engineering. Denn wenn der Entwickler sich nicht mehr um langwierige, stets wiederkehrende Details kümmern muss, entstehen neue Freiräume für die anspruchsvolle Konstruktionsarbeit.

Hochleistungsfähiges Engineering schließt zudem die Bereiche und Animation immer stärker ein. Dieser Trend wird mit Sicherheit in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. Denn Vertriebs- wie auch Marketing-Mitarbeiter und Kunden wollen natürlich möglichst frühzeitig ein wirklichkeitsnahes Bild der künftigen Maschine oder Anlage. So erzeugt der ›Renderer‹ fotorealistische Bilder auf Basis von Logocad-Triga-Modellen. Integriert ist eine Materialdatenbank mit Standardwerkstoffen, die um zusätzliche Materialien erweitert werden kann. Die Werkstoffe lassen sich an Feature-Körper, Feature-Schnitte oder einzelne Flächen vergeben. Das Tool ›Virtuelle Kamera‹ wiederum erstellt Einzelbilder, Bewegungssequenzen durch die Konstruktion oder Bewegungssequenzen von Körpern in der Konstruktion bis hin zur Fahrt durch das Modell als Film.

Hinzu kommt: Bewegungsanimation und Kollisionsprüfung machen Mängel sichtbar, die unter Umständen erst in der späteren Fertigung oder beim Betrieb auffallen und schmerzhaft teuer werden können.

Aber auch für die globale Kommunikation auf weltweiten Märkten ist gesorgt - die Übersetzungsfunktion macht’s möglich. Zudem gibt es das System in mehreren Sprachen, was dem Worldwide Engineering zusätzlichen Schub verleiht. Gleichzeitig lassen sich mit dem Web Publisher auf Knopfdruck fertige Konstruktionen als Internetseiten online bereitstellen. Die- se Konstruktionen werden als TIFF-Bild und dreidimensionales VRML-Modell dargestellt. »Logocad Triga 4.x belegt einmal mehr, dass wir durch konsequente Weiterentwicklung und innovatives Software-Engineering technologisch Zeichen setzen und unseren Kunden so langfristig Investitionssicherheit vermitteln«, so Peter Hintemann, Produktmanager bei Eplan Software & Service. »Mit der Kompetenz in Sachen M-CAD und E-CAD sind wir optimal gerüstet für eine ganzheitliche Betrachtung von Prozessen mit integrativen Modulen.«

Erschienen in Ausgabe: 03/2004