Uni Paderborn bündelt 3D-Druck-Kompetenzen

Die Universität Paderborn hat das »Paderborner Institut für Additive Fertigung«, kurz PIAF, eingerichtet. Hier sollen künftig zahlreiche Kompetenzen gebündelt werden.

06. August 2019
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Die Uni Paderborn hat mit dem PIAF eine zentrale wissenschaftliche Einheit eingerichtet, die der wachsenden Bedeutung des 3D-Drucks Rechnung trägt. (Bild: Universität Paderborn, Besim Mazhiqi)

Wissenschaftler der Fakultäten für Maschinenbau, Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften sowie Elektrotechnik, Informatik und Mathematik arbeiten interdisziplinär zusammen, um die grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung sowie den Transfer in die industrielle Praxis voranzutreiben. An den Innovationsvorhaben sind auch namhafte Partner aus Wissenschaft und Industrie beteiligt, die den trans- und interdisziplinären Charakter des Instituts verstärken.

»Die Additive Fertigung ermöglicht in vielen Fällen eine effizientere Herstellung von hochwertigeren Bauteilen und Produkten. Durch den flexiblen Einsatz ist sie für viele Branchen und Anwendungen interessant. Insbesondere weil sie die wirtschaftliche Herstellung von kleinen Stückzahlen oder sehr komplexen Bauteilen erlaubt. Die Herausforderungen, um diese Technologie industriell zu etablieren, sind vielfältig und reichen von der Materialentwicklung über die Konstruktion und den Bauprozess bis zur softwaretechnischen Prozesssteuerung«, sagt Prof. Dr. Hans-Joachim Schmid, Gründungs-Vorstandsvorsitzender des PIAF.

Geschäftsführer Dr. Christian Lindemann erklärt: »Unsere Arbeit zielt auf die Entstehung von Innovationen entlang der gesamten Prozesskette ab. Das umfasst Werkzeuge der Produktentwicklung, angepasste Produktionsplanung, Produktionsvorbereitung, den gesamten additiven Fertigungsprozess und die Nachbearbeitung«.

Um eine bestmögliche Weiterentwicklung der Additiven Fertigung für die Industrie zu bewerkstelligen, werden Methoden des Maschinenbaus wie die Verfahrens- und Reglungstechnik mit denen der Softwareentwicklung sowie der Chemie und Physik kombiniert. »Diese besondere Interdisziplinarität fördert nicht nur die fakultätsübergreifende Forschung, sondern vor allem auch den Wissens- und Technologietransfer für Gesellschaft und Wirtschaft«, sagt Simone Probst, Vizepräsidentin der Universität.

»Die Forschungsergebnisse fließen direkt in die Lehre ein. Insofern hilft das Institut mit seiner außergewöhnlichen Forschungsstärke auch, Ingenieurinnen und Ingenieure auszubilden, die mit dieser wichtigen Zukunftstechnologie eng vertraut sind«, ergänzt Prof. Schmid.