Universell gesteckt

Der neue universelle Servoverstärker D1-N von Hiwin ist speziell auf die Bedürfnisse von Maschinenbauern im europäischen Raum zugeschnitten. Er eignet sich nicht nur für rotative Servomotoren, sondern auch für Linear- und Torquemotoren und deckt damit die gesamte Hiwin-Motorpalette ab.

06. Dezember 2013

Die unterstützten Geberschnittstellen (digital, analog 1 Vss, EnDat 2.2, Resolver) und analogen sowie digitalen Hall-Sensoren, ermöglichen einen vielseitigen Einsatz des D1-N, speziell im Linearmotorbereich bei Verwendung verschiedener Wegmesssysteme. Auch Motoren anderer Hersteller mit den genannten Geberschnittstellen können mit dem Servoverstärker eingesetzt werden. Das Gerät erlaubt eine einfache, sichere und schnelle Verdrahtung und Inbetriebnahme sowie einen schnellen Austausch im Servicefall. Über ein alphanumerisches Display und vier Bedienknöpfe können Anwender direkt am Gerät Eingaben vornehmen. Eine Mini-USB-Schnittstelle und die PC-Bediensoftware „Lightening“ ermöglichen eine komfortable, schnelle Parametrierung und Inbetriebnahme. Ein Echtzeitoszilloskop, FFT-Analyse sowie Bode- und Nyquist-Diagramme unterstützen Bediener bei der Inbetriebnahme und Fehleranalyse. Neben ±10 V- und Puls/Richtung-Sollwertschnittstellen bietet der D1-N auch eine EtherCAT-Feldbussschnittstelle. Der Servoverstärker unterstützt das CoE-Protokoll (CANopen over EtherCAT) und lässt sich damit in jede entsprechend ausgelegte EtherCAT-Master-Steuerung einbinden. Zudem arbeitet der D1-N nach dem genormten Antriebsprofil CiA 402 und kann somit einfach als NC-Achse in die Beckhoff-Steuerungssoftware TwinCat eingebunden werden.

Die Sicherheitsfunktion STO (Safe Torque Off) gemäß IEC 61800-5-2 ist direkt in das Gerät integriert und sorgt für Arbeitssicherheit: Im Fehlerfall kann über den D1-N der Motorstrom und damit das Drehmoment am Motor abgeschaltet werden, ohne die Versorgungsspannung am Antrieb zu unterbrechen.

Aktuell ist der D1-N in vier Leistungsklassen und mit effektiven Dauerströmen von 2,1 A, 4,2 A, 8,4 A und 21 A lieferbar. Der Spitzenstrom beträgt das Dreifache des Dauerstroms und steht für 1 s zur Verfügung. Weitere Kommunikationsschnittstellen, erweiterte Sicherheitsfunktionen sowie ergänzende Features befinden sich in Vorbereitung. Für die Programmierung von Fahrsequenzen kann eine einfache, Basic-ähnliche Scriptsprache (PDL = Process Description Language) direkt im Servoverstärker genutzt werden. Damit können Nutzer in bestimmten Applikationen ganz auf den Motion Controller verzichten. Ebenfalls erhältlich sind Bibliotheken, mit denen der D1-N über Visual Basic oder Visual C++ gesteuert werden kann.