Universelles Fügemodul an größten Automobilzulieferer

Promess liefert 500 kN Einheit für die Kugelgelenkmontage aus

28. Januar 2008

Promess liefert erstmals ein Universelles Fügemodul (UFM) mit einer Nennlast von 500 kN an einen der größten Automobilzulieferer im Bereich Lenkungs- und Fahrwerksysteme aus. Die Presse wird im tschechischen Werk des Kunden bei der Kugelgelenkmontage eingesetzt und verfügt neben einer Kraft von 500 kN über einen Hub von 400 mm und eine Nenngeschwindigkeit von 200 mm/s. Bei einer Dimensionierung von 1.564 mm x 844,5 mm x 462 mm wiegt die Einheit 1.290 kg. Wie alle UFM verfügt auch diese Einheit über eine sehr robuste Mechanik bestehend aus Gehäuse, Rollengewindetrieb, Kraftaufnehmer, Axiallager, Fügestempel und AC-Servomotor.

Das Fügemodul wird in der Kugelgelenkmontage eingesetzt, um Stabilisatoren in eine Kugelpfanne zu pressen und die Kugelpfanne zu verschließen, um so ein Herausrutschen des Stabilisators zu verhindern. Der Montageprozess ist beim Kunden vollständig automatisiert, die Werkstücke werden über einen Rundtakttisch zugeführt, die Taktzeit beträgt 8 s. Während des Prozesses muss der Stabilisator selber gehalten und die Kugelpfanne umgeformt werden. Für das Niederhalten der Bauteile sind nur geringe Kräfte erforderlich, für das Umformen der Kugelpfanne werden hingegen abhängig vom Kugeldurchmesser 260 oder 280 kN benötigt. Dies erfordert reproduzierbare Einpresskräfte, um eine gleich bleibende Qualität zu gewährleisten. Hier liegt ein entscheidender Vorteil der Promess UFM. Sie verfügt über eine integrierte Kraft-Weg-Überwachung und sorgt damit für eine optimale Qualitätssicherung.

Die Auswertung der Prozessdaten erfolgt über die Ausgabe einzelner Messwerte über den Profibus, sowie der Archivierung in der PROMESS Datenbank. Die Werkstückqualität - IO, NIO - wird über Maximalwerte und die Hüllkurve ausgewertet. So konnten in einem Vorversuch reproduzierbare Einpresskräfte ermittelt und mittels einer Kurvenüberlagerung in der Promess Datenbank transparent dargestellt werden. Die geforderte Lebensdauer wurde dabei übertroffen und die Taktzeitanforderungen erfüllt