Unter allen Umständen Kontakt halten

Industriesteckverbinder mit korrosionsgeschütztem Aluminium-Druckguss-Gehäuse

25. Juni 2012

Die gebräuchlichen Gehäuse der Industriesteckverbinder werden aus einer Aluminium-Legierung im Druckgussverfahren hergestellt. Die Legierung enthält dabei geringe Mengen an Silizium, Zinn, Eisen sowie Kupfer, wodurch sich die Reaktionsfreudigkeit erhöht. Ein namhafter Hersteller von Steckverbindern suchte daher einen besonderen Korrosionsschutz, der speziell auf die Bedürfnisse kritischer Anwendungen ausgerichtet ist.

Fündig wurde der Hersteller bei dem Harteloxal-Verfahren der AHC Oberflächentechnik GmbH, Kerpen. Die Steckverbindergehäuse werden nach der mechanischen Gussverdichtung mit dem bekannten HART-COAT®-Verfahren veredelt. Das elektrochemische Verfahren eignet sich für die Großserienfertigung und schützt die Gehäuse vor Verschleiß und Korrosion durch eine harte keramikähnliche Schicht. Diese Oberfläche wird durch anodische Oxidation in einem gekühlten Säureelektrolyten spezieller Zusammensetzung gebildet. Mit Hilfe von elektrischem Strom wandelt sich der Grundwerkstoff Aluminium an seiner Oberfläche in eine schützende Aluminiumoxidschicht um.

Die erzeugte Schicht hat einen hohen spezifischen elektrischen Widerstand und kann als Isolierschicht verstanden werden. Dies bedeutet, dass elektrochemische Kontaktkorrosion ausgeschlossen wird. Das Verhalten dieser Schicht bei abrasivem Verschleiß ist unter definierten Bedingungen besser als das von gehärtetem Stahl.

Der Vorteil des AHC-Verfahrens besteht darin, dass der Korrosionsschutz auch dann erhalten bleibt, wenn das Steckergehäuse verkratzt und verschleißt. Nach der HART-COAT®-Behandlung wird aus optischen Gründen eine lebensmittelneutrale, schwarze Lackschicht aufgebracht.