VDI kritisiert Berichterstattung

Stellungnahme

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hält die Panikmache zu den gesundheitlichen Folgen der Nanotechnik für übertrieben.

06. November 2009

»Hier wird einer Zukunftstechnologie mit unsachlichen Argumenten die Zukunft geraubt«, sagt Dr. Heinz Hilgers, Vorsitzender des VDI-Fachbereiches Nanotechnik. »In vielen Berichten werden Nanopartikel und Nanotechnik gleichgestellt, Studien falsch zitiert und vieles verallgemeinert. Es ist wirklich schade, wie schnell und gedankenlos die sorgfältige Arbeit ganzer Ministerien mit wenigen unqualifizierten Sätzen in der Öffentlichkeit zerstört werden kann. Damit tun wir den Menschen in Europa keinen Gefallen.«

Einen Bedarf an intensiver Forschung, was die Risiken betrifft, unterstützt der VDI. Einen zusätzlichen Handlungsbedarf sieht er aber nicht. Hilgers ergänzt: »Tatsache ist, dass für kaum einen Technologiezweig so viel Geld ausgegeben wurde, wie für die Nanotechnik, wenn es darum geht, ihre möglichen Gefahren gezielt zu untersuchen und präventiv zu vermeiden. Millionenstarke Programme und viele erfolgreiche Projekte wie etwa NANOCARE vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (www.nanopartikel.info) sind von Europa und speziell Deutschland ins Leben gerufen und mit kompetenten Expertenteams erfolgreich durchgeführt worden. Die Sicherheit wird von den Ingenieuren, Unternehmen und der Politik ernst genommen und ganz groß geschrieben.«

Vielmehr solle man die Chancen der Nanotechnik in den Fokus rücken. »Nanotechnisch optimierte Kunststoffe helfen im Fahrzeugbau Treibstoff zu sparen und Nanotechnik in der Diagnostik beschleunigt das Erkennen von Krankheitserregern«, sagt Hilgers. Von einer generellen Gesundheitsgefährdung keine Spur.

Eine ausführliche Stellungnahme des VDI-Fachbereiches finden Sie auch unter www.vdi.de/nanotechnik