„Vector Award“ verliehen

Auszeichnung

Auf der Hannover-Messe hat der Kölner Spezialist für Energieketten-Systeme mit Leitungen und allem Zubehör Igus die Ergebnisse des weltweiten Wettbewerbs „Vector Award“ bekannt gegeben.

27. April 2010

Bereits zum zweiten Mal fand die Initiative statt, gemeinsam mit dem Fachverband Automation im Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI), dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen und dem TÜV Rheinland. Der „Vector Award“ steht offiziell unter der Schirmherrschaft des Bereichs Industrial Automation der Hannover-Messe.

Von China über Kanada bis nach Brasilien

Nahmen am ersten Energieführungswettbewerb vor zwei Jahren knapp 80 Einsender teil, so zählte die Jury dieses Jahr über 110 zum Teil spektakuläre Einsendungen aus allen Teilen der Welt: von China, Indien, Korea und Singapur über die USA, Kanada und Brasilien bis quer durch Europa.

Gold: Weltrekordfahrt in tschechischem Kohlerevier

Im Rahmen eines feierlichen Empfangs am Messestand von Igus wurden die Gewinner prämiert. Der goldene „Vector“ und ein Preisgeld von 5.000 EUR gehen nach Tschechien an den Energieversorger CEZ Group. Im Braunkohlekraftwerk von Tusimice wird der bislang längste Verfahrweg der Welt mit einer Kunststoff-Energiekette – 615 Meter – realisiert. Unter rauen Umgebungsbedingungen ist ein „Heavy Duty“-Rollen-Energiekettensystem der Igus-Serie „5050RHD“ an der Fördereinheit des großen Braunkohlebaggers installiert. Das robuste System, konfektioniert mit „Chainflex“-Spezialleitungen, trage deutlich zur Betriebssicherheit bei, so die Betreiber. Ausfallzeiten der Anlage, etwa durch Kabelbrüche, seien gegenüber früher auf Null reduziert worden. Solche Rollen-Energieketten für lange Verfahrwege, von Igus entwickelt, werden bereits seit über zehn Jahren rund um den Globus eingesetzt.

Silber: Schwere Lasten im indischen Hyderabad

Den silbernen „Vector“ verlieh die Jury an National Mineral Development Corp. Ltd. (NMDC) in Hyderabad, Indien. Das Staatsunternehmen gehört zum „Ministry of Steel“ und ist u.a. in der Exploration tätig. In einer Stahlmine in schwer zugänglichem Gelände ist ein Schaufellader im Einsatz, der sich um +/- 180 ° im Kreis bewegt. Da die zwischen den Drehtellern zuvor eingesetzte schwere Stahlkette bereits nach zwei Jahren beschädigt war, wurde auf eine moderne Kunststoff-Ausführung umgerüstet. Ein 18,5 Meter langes Energiekettensystem von Igus mit rückwärtigem Biegeradius (RBR) läuft seitdem stabil, zuverlässig und wartungsarm ohne Ausfall, so NMDC. Die Lasten sind gigantisch, allein die Leitungen in der Energiekette haben ein Gewicht von 54 Kilogramm pro Meter.

Bronze: Hohe Beschleunigungen bei Fräsmaschine

Den bronzenen „Vector“ und 1.000 EUR Preisgeld hat Konstrukteur Rene Petsch von der Deckel Maho Seebach GmbH gewonnen. Hier wurde eine Fahrständer-Fräsmaschine weiterentwickelt, die noch präziser, flexibler und wirtschaftlicher als ihre Vorgänger ist. Für eine höhere Präzision sorgen u.a. das steife Maschinenbett aus Mineralguss und der symmetrische Fahrständer. Um den Bauraum gering zu halten, werden die Y- und Z-Achse der Maschine gemeinsam mit nur einer Energiekette realisiert. Eingesetzt ist die Universal-Energiekette „E4.1“ von Igus. Die Innenhöhe der verwendeten Kette beträgt hier 42 Millimeter. Der patentierte Hintergriff des „E4.1“-Systems sorgt für eine hohe seitliche Stabilität, die aufgrund der bis zu 8 m/s2 hohen Querbeschleunigung durch die X-Achse notwendig ist. Die Energiekette wurde stehend angeschlossen mit einseitig einknickendem Trum.

Alle eingereichten Energieketten-Anwendungen finden sich im Internet, zum Teil inklusive Webcasts, unter www.vector-award.de bzw. www.vector-award.com (englisch). Auch kann ein kostenloser 100-seitiger Flyer angefordert werden per E-Mail an vector@igus.de.