Verband setzt Standards für die Ausbildung im 3D-Druck

Der Verband 3DDruck hat gemeinsam mit dem Kunststoff-Institut Lüdenscheid Kriterien und Mindeststandards definiert und als Gewährleistungsmarke eintragen lassen, um die Ausbildung im 3D-Druck zu professionalisieren.

22. Juli 2019

Eine Vielzahl industriell genutzter Produkte wird heute generativ hergestellt. Es gibt zahlreiche Verfahren und Materialien. Es fehlt jedoch an verbindlichen und einheitlichen Standards für die Ausbildung für die, die in diesem Bereich tätig sind. Auf Initiative des Verbands 3DDruck e.V. kann die Ausbildung nun professionalisiert werden. Gemeinsam mit dem Kunststoff-Institut Lüdenscheid wurden Kriterien und Mindeststandards definiert und mit der ersten Gewährleistungsmarke im 3D-Druck europaweit eingetragen.

Mit diesem europäischen Markenschutz werden Waren oder Dienstleistungen bestimmte Qualitätskriterien und Standards zugeschrieben. Dazu gehören zum Beispiel Material, Herstellung oder Qualität einer Dienstleistung. Bildungsträger können ab sofort einen Basislehrgang zur Ausbildung von Fachkräften in der additiven Fertigung lizenzieren lassen und das Siegel „Verband 3DDruck 3D zertifiziert“ nutzen.

Schwerpunkte sind die Verfahrens-, Anlagen- und Werkstofftechnik, die Konstruktion 3D-gedruckter Teile sowie Aspekte der Qualitätssicherung. Nach vier Wochen mit Theorie- und Praxiselementen schließt die Ausbildung mit einem Test und qualifiziertem Zertifikat ab.

„Ziel muss es sein, dass die Teilnehmer am Ende des Lehrganges als Experten für 3D-Druck den Prozess selbstständig definieren, planen, realisieren, überwachen und optimieren können“ sagt Torsten Urban, Leiter der Ausbildung im Kunststoff-Institut Lüdenscheid.