Vernetzung auf dem Prüfstand

In München hat das Leistungszentrum "Sichere Vernetzte Systeme" eröffnet. Das gemeinschaftlich von mehreren Instituten und Hochschulen betriebene Zentrum ermöglicht, vernetzte Technik auf Einhaltung von Standards und Sicherheit zu prüfen.

27. Juli 2017

Mit dem Leistungszentrum "Sichere Vernetzte Systeme" hat am 3. Juli 2017 in München ein Testzentrum eröffnet, in dem vernetzte Geräte insbesondere aus den Bereichen Produktionstechnik, Mobilität und Gesundheit geprüft werden sollen. Es wird fachlich getragen von der TU München, der Universität der Bundeswehr sowie den Fraunhofer-Instituten AISEC (Angewandte und Integrierte Sicherheit), EMFT (Mikrosysteme und Festkörpertechnologie) und ESK (Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik). Finanziert wird es vom Bayerischen Wirtschaftsministerium, von der Fraunhofer-Gesellschaft und Industriepartnern.

"Die Metropolregion München ist bei den Themen Sensorik, Vernetzung und Sicherheit einer der herausragenden Standorte in Deutschland und hat sich europaweit zu einem führenden Zentrum für Digitalisierung und das Internet der Dinge entwickelt. Wir wollen diese Position nutzen, um weitere Innovationen voranzutreiben", so Prof. Georg Sigl, Leiter des Fraunhofer AISEC und Koordinator des Leistungszentrums.

Das Leistungszentrum arbeitet in den Bereichen vernetzte Verkehrssysteme, Industrieautomatisierung, Medizintechnik und Heimautomatisierung. Unternehmen sollen die Möglichkeit bekommen, unter realen Bedingungen das zu tun, was in der Realität derzeit nicht möglich ist. So stellt beispielsweise das Interoperabilitäts-Labor für vernetzte Fahrzeuge den Unternehmen Werkzeuge und Testumgebungen zur Verfügung, die es ermöglichen sollen, Inkompatibilitäten in der Kommunikation und potentielle Sicherheitslücken ihrer Produkte aufzudecken. In dem Projekt "Sichere Vernetzte Systeme für Industrie 4.0"  können Interessenten unter anderem  Komponenten in einer Vernetzungs- und Testumgebung mit der Cloud testen. In der Medizintechnik stehen Entwicklung und sichere Vernetzung von IoT-Sensormodulen im Vordergrund.