Verpackt und verschickt

Maschinenelemente

Verpackungsmaschinen – Anlagen für die Produktion und das Handling von Verpackungen müssen heutzutage eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen. Beck Packautomaten setzt bei der Konstruktion seiner Anlagen auf die modulare Fördertechnik von Maschinenbau Kitz.

09. Mai 2017

Ob zweiseitig verschweißt, mit Tragegriff oder wiederverschließbar – Verpackungsdesigner lassen sich immer neue, außergewöhnliche Verpackungen einfallen. Sie sollen nicht nur das Produkt schützen, sondern vor allem am Point of Sale einen Kaufimpuls wecken. Zusätzlich müssen Verpackungen immer mehr Funktionen erfüllen: Ökologisch, praktisch, schick, kostengünstig, leicht zu öffnen und leicht zu transportieren sollen sie sein.

Durch den immer stärker werdenden Versandhandel dienen Primärverpackungen auch immer häufiger direkt als Versandhülle inklusive Adressetikett, Barcode und Postwertzeichen. Für die industrielle Verpackungsbranche bedeuten diese vielfältigen Anforderungen eine große Herausforderung, in besonderem Maße an die Verpackungsmaschinen.

Traditionsreich und kundenorientiert

Das Unternehmen Beck Packautomaten hat sich als Hersteller von Verpackungsmaschinen international bereits vielfach bewährt. Vor über 55 Jahren mit der Textilverpackungsmaschine »Nürtinger Textilverpacker« gestartet, hat sich Beck Packautomaten heute zu einem etablierten Hersteller von Folienverpackungsmaschinen sowie Schrumpfverpackungsanlagen entwickelt.

Mit mehr als 5.500 Kunden auf allen fünf Kontinenten und Erfahrungen in über 40 Branchen ist es Beck Packautomaten gelungen, sich mit ihrem Maschinenportfolio auf unterschiedlichste Anforderungen einzustellen. »Wir versuchen immer so flexibel wie möglich auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen«, sagt Projektierer Marco Corrado. »Wenn es nötig ist, gehen wir weg von unserem Standard und entwickeln auch komplett neue Lösungen für unsere Kunden.« Dabei legt Beck Packautomaten großen Wert auf eine hohe Qualität ihrer Maschinen. Nicht nur die Hightech-Elemente, wie Steuerung oder Handling, müssen einwandfrei und zuverlässig funktionieren. Auch die mechanischen Komponenten müssen für die Beck Verpackungsmaschinen einen hohen Qualitätsstandard erfüllen. »Für unsere Maschinen greifen wir soweit wie möglich auf lokale Fertigungen und Produkte aus Deutschland zurück«, sagt Corrado.

Damit liegt Beck Packautomaten mit ihrer Philosophie voll im Trend: Immer mehr hochwertige Verpackungsmaschinen mit besserer Funktionsintensität und Performance werden verkauft.

Vielseitige Module und Komponenten

Um die gewünschte Flexibilität und Zuverlässigkeit zu erreichen, greift Beck Packautomaten seit einigen Jahren für ihre Maschinen auf Fördertechnik-Module des Unternehmens Maschinenbau Kitz (MK) zurück. »Bisher hat noch kein MK-Förderer, den wir einsetzen und eingesetzt haben, versagt«, sagt Corrado.

Für jede Anforderung werden die benötigten Förderer entsprechend ausgelegt. Und die Einsatzbereiche sind vielfältig. Von kleinen Produkten mit wenigen Gramm bis hin zu kompletten Teppichrollen mit bis zu 100 Kilogramm pro Rolle: Für alles konnten die Förderer ihre Stärken schon unter Beweis stellen. Der längste von Beck eingesetzte MK-Förderer war rund 12 Meter lang.

Einer der größten Vorteile der MK-Produkte ist die große Vielfalt des Systems: Dank der modularen Aluminium-Profiltechnik als Basis lassen sich alle Funktionen einer modernen Fabrikautomation einfach realisieren. »Uns kommt das System sehr entgegen. Wir können uns praktisch wie mit Lego genau den Förderer bauen, den wir benötigen«, erklärt Marco Corrado.

Auch für die unterschiedlichsten Umgebungsbedingungen kann Beck die Förderer von Maschinenbau Kitz einsetzen. In Textilbereichen zum Beispiel herrschen häufig sehr schmutzige Bedingungen mit viel Staub. Für die MK-Förderer kein Problem. Selbst für abrasive Verunreinigungen, die beim Umgang mit Dämmstoffplatten entstehen, waren sie gut einsetzbar. Und am anderen Ende des Spektrums setzt Beck entsprechende Förderer auch für sehr saubere Umgebungen mit reinraumähnlichen Voraussetzungen ein. Hierfür eignen sich zum Beispiel Förderer mit geschlossenen Nuten und abgedichteten Lagern.

In den meisten Fällen verwendet Beck die MK-Förderer als Zu- oder Abfuhrbänder. Oft werden bedruckte Gurte eingesetzt. Mit dieser Orientierungshilfe können Werker die zu verpackenden Produkte passgenau auflegen, sodass die Maschine optimal ausgelastet wird. In einigen Verpackungsmaschinen werden die Produkte sogar als Teil des Automats integriert. In der Regel greift Beck auf Standard-Förderer zurück und passt diese nach den entsprechenden Anforderungen an. »Durch die Systemnuten können wir ganz einfach benötigte Zusatzfunktionen ergänzen.«

Benötigte Zusatzfunktionen sind zum Beispiel Stationen zum Quer-Abschieben von Nicht-in-Ordnung-Teilen. Hierfür setzt Beck häufig Gurtförderer von MK ein. Der Gurt wird hierbei durch einen Längskeil auf der Laufseite geführt. Somit hat das Abschieben keinen negativen Einfluss auf den Gurtlauf. Oder es werden mehrere Produkte auf dem Förderer gesammelt, die dann gemeinsam verpackt werden.

In manchen Fällen konnte MK für Beck Packautomaten auch schon besondere Lösungen liefern: Ein Förderer in einer Maschine lässt sich zum Beispiel seitlich abklappen, um Teile über die lange Seite des Förderers auszuschleusen. So gelangen sie auf eine tiefer gelegene Ebene und können dort weiter gefördert werden.

Know-how in der Fördertechnik

Das Erfolgsrezept von Maschinenbau Kitz ist ein modulares, ausgereiftes Fördertechnik-System auf Basis der Aluminium-Profiltechnik in Kombination mit einem ausgeprägten Know-how in der Fördertechnik. So lassen sich Lösungen auch abseits des Standards realisieren. Rund ein Drittel des gesamten Geschäftsumsatzes erzielt Maschinenbau Kitz im Bereich der Fördertechnik. Etwa die Hälfte davon sind Standardförderer mit leichten Modifikationen, die andere Hälfte teilen reine Standardförderer und Sonderkonstruktionen unter sich auf. Christian Becker, Produktmanager bei MK erläutert die Besonderheit der Umsatzverteilung: »Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern können wir individuelle Lösungen mit relativ wenig Aufwand umsetzen.« Gleichzeitig ermöglicht aber die hohe Widerverwendbarkeit der einzelnen Komponenten auch schnelle Lieferzeiten und einen günstigen Preis.

Ein weiterer Vorteil der Produkte für Beck Packautomaten sind die verhältnismäßig geringen Einbaumaße der MK-Förderer. Die Beck-Maschinen sind in ihrer Funktion mit die kompaktesten auf dem Markt. »Die räumlichen Bedingungen werden für unsere Kunden immer wichtiger«, sagt Marco Corrado. So ist neben einfachen Formatwechseln und hoher Ausbringleistung ein geringer Platzbedarf eine der wichtigsten Anforderungen an Verpackungsmaschinen im Kosmetik-, Lebensmittel- und Pharmabereich. MK bietet auch kleine, kurze Förderer, mit einem Umlenkdurchmesser von 22 Millimetern oder mit einer Messerkante, ab Durchmesser 10 Millimeter an. »Diese kleinen Förderer eignen sich für uns hervorragend, um sie direkt im Automaten zu integrieren«, sagt Corrado.

In der Vergangenheit hat Beck Packautomaten die Förderer für ihre Maschinen oft bei verschiedenen anderen Herstellern zugekauft. Doch vollends zufrieden war man mit den Maschinen nicht. Über einen klassischen Marktvergleich und einer Bewertung von Preis-Leistungsverhältnissen ist Marco Corrado schließlich auf MK gestoßen: »Die MK-Maschinen passten von Anfang an gut zu unseren Verpackungsmaschinen«, freut sich Marco Corrado.

Zu Beginn der Beck-MK-Kooperation standen vor allem die Produkte im Vordergrund. Corrado weiter: »Durch das gut durchdachte System konnten wir schon zu Beginn sehr einfach genau die Förderer ausprägen, die wir benötigten.«

Im Laufe der Zeit lernte er aber auch die personelle Komponente zu schätzen. Mittlerweile hat er für alle Angelegenheiten, ob kaufmännisch oder technisch einen festen und kompetenten Ansprechpartner. »Wenn wir Beratung benötigten, haben die MK-Mitarbeiter uns bisher immer sehr gut weiterhelfen können.« us

Erschienen in Ausgabe: 04/2017