Versatz einfach im Griff

KBK Antriebstechnik baut jetzt auch robuste Gelenkkupplungen. Die Neuentwicklung rundet das breit aufgestellte KBK-Portfolio weiter ab und eignet sich für Verbindungen mit besonders hohem Wellenversatz.

24. Januar 2017

Im Unterschied zu Standardkupplungen mit Metallbälgen oder Polymerelementen kommt in den neuen Gelenkkupplungen aus Aluminium eine auf dem Prinzip des Kardangelenks basierende Entwicklung zum Einsatz, die durch spezielle Buchsen und Führungen dauerfest, sehr steif und nahezu spielfrei ist. Dadurch können die Gelenkkupplungen ungewöhnlich hohen Wellenversatz ausgleichen.

Ein bis zwei Millimeter Radialversatz lässt sich problemlos kompensieren und das bei kurzem Bauraum. Die Gelenkkupplungen sind eine sinnvolle Ergänzung des KBK-Sortiments, da besonders hoher Wellenversatz mit dem bisher verfügbaren Angebot nicht überbrückt werden konnte.

Bei allzu großem Versatz nimmt die Lebensdauer von Metallbalgkupplungen relativ schnell ab, während Klauenkupplungen die auftretenden Kräfte in die Getriebelager übertragen, die dann durch verstärkten Verschleiß beschädigt werden. Die Gelenkkupplungen können in diesen Fällen immer noch problemlos eingesetzt werden, zum Beispiel bei der Aufstellung von Druckmaschinen oder überall dort wo der entstehende Wellenversatz im Vorfeld nicht hinreichend genau eingrenzbar ist.

Ihre Vorteile sind unter anderem sehr geringe Rückstellkräfte, hohe Torsionssteifigkeit bzw. axiale Steifigkeit, variable Gewindedurchmesser und ein hoher zuverlässiger Winkel- und Radialversatz. Gelenkkupplungen können außerdem bezogen auf den Bauraum relativ große Drehmomente übertragen.

Die KBGK-Serie trägt auf einer Seite eine Gewindebohrung und auf der anderen einen Gewindezapfen. Dadurch eignet sie sich besonders für den Einsatz als Transmissionskupplung zwischen zwei Wellen oder als Linearkupplung. Muss zum Beispiel ein Linearmotor an beiden Enden an einem Maschinengestell verschraubt werden und die Auflagen fluchten nicht exakt, ergibt sich ein Wellenversatz, der zur Biegung der Linearmotorachse führt.

Die Folge sind Präzisionsmängel und erhöhter Verschleiß. Wird an einer Seite eine Gelenkkupplung mit Innen- und Außengewinde für die Verbindung zur Linearmotorachse verwendet, ist das Problem gelöst.

Bei der gleich dimensionierten KBGK-T-Serie dienen beidseitige Klemmnaben der Montage in der Anwendung. Sie ist für den Einsatz an Servo- und Schrittmotoren besonders geeignet. Beide Kupplungsserien liefert KBK in sechs abgestuften Baugrößen.