Verschleißfrei und präzise

Wälzmuttern von Jochaim Uhing als Alternative für Gewindetriebe

26. Februar 2009

Ein spezielles kraftschlüssiges lineares Vorschubelement sind die Wälzmuttern, die die Joachim Uhing KG in Mielkendorf bei Kiel entwickelt hat. Diese patentierten Getriebe wandeln die Drehbewegung einer glatten Welle in eine Hubbewegung um, indem wälzgelagerte Rollringe mit ihren speziell geformten Laufflächen gegen die Welle gedrückt werden und unter ihrem Stellungswinkel auf der Wellenoberfläche abwälzen. Die Wälzmuttern sind mit drei oder vier Rollringen ausgestattet, die wechselseitig mit Federkräften gegen die Oberfläche einer glatten Welle gedrückt werden. Dabei stehen sie mit der Welle in kraftschlüssiger Verbindung. Durch Schrägstellung wälzen sich die Rollringe unter ihrem Steigungswinkel bei der Drehung der Welle auf deren Oberfläche ab, wodurch eine Linearbewegung entsteht. Wälzmutter und Welle wirken bei diesem Vorgang wie Mutter und Gewindespindel in einem Schraubentrieb, allerdings sind keine Gewindegänge vorhanden. Die Federkraft für die Erzeugung des Kraftschlusses gewährleistet automatisch eine absolut spielfreie Linearbewegung als Reaktion auf minimale Drehungen der Welle mit Links- oder Rechtslauf. Zum Einsatz kommen die laufruhigen und nahezu verschleißfreien Maschinenelemente deshalb unter anderem in Messmaschinen. Durch einen Freischalter lassen sich Werkzeug oder Messeinrichtung schnell von Hand verschieben, so dass empfindliche Bauteile beim Wechsel des Prüflings nicht gefährdet werden. Zugleich wird der Messvorgang beschleunigt.