Vibrationen im Griff

ESI Group bringt neue Version des Simulationstools "VA One"

04. Februar 2015

Von der französischen ESI Group ist gerade die neueste Version von VA One erschienen, einem Simulationstool für vibroakustische Effekte. Laut ESI kann diese Simulationssoftware das ganze Frequenzspektrum simulieren. Die Software kombiniert drei Modellierungsmethoden: Die Finite-Elemente-Methode (FEM), die Randelementmethode (REM oder BEM, von Boundary Element Method) und die statistische Energieanalyse (SEA) in einem einzigen Modell. Die wichtigsten Verbesserungen der neuen Version liegen in der Kopplung mit der Open-Source-CFD-Software Open Foam und der Unterstützung von speziellen, plattenförmigen Werkstoffen aus der Luft- und Raumfahrt.

Eine weitere praxisgerechte Funktion soll nun die Modellprüfung sein. Die überprüft ein Modell darauf, ob es Fehler enthält, wegen der das Modell nicht zu berechnen wäre. Das soll verhindern, dass ein langer Rechenlauf nicht nach Stunden abbricht, weil vielleicht ein Parameter fehlt. Zur Berechnung der Randelemente gibt es nun einen Gleichungslöser, der "Distributed memory" nutzen kann, also verteilten Hauptspeicher, wie er typisch in Clustern vorkommt. Das soll die Rechenzeit bei sehr großen Modellen um einen Faktor von bis zu 10fach beschleunigen. Als Beispiel für einen solchen Fall nennt ESI die Analyse der Vorbeifahr-Geräusche eines Autos, wie sie eine kommende Vorschrift erfordert.

Eine andere Neuerung ist Unterstützung beim Aufbringen vieler Lastfälle auf ein Modell, zum Beispiel für das Simulieren des Abbremsen eines Antriebsstrangs. Das reduziert laut ESI die Dauer des Datenimports von Stunden auf einige Sekunden. Für Anwendungen mit großem Bedarf an Rechenleistung und Speicher arbeitet ESI mit dem Cloudanbieter Rescale zusammen, der bei Bedarf solche Kapazitäten für VA One anbietet.