Vipa als Top-Innovator ausgezeichnet

Lothar Späth verleiht dem Herzogenauracher Automatisierungsspezialisten Vipa für sein herausragendes Innovationsmanagement das Gütesiegel »Top 100«.

01. Dezember 2009

Die Vipa, Gesellschaft für Visualisierung und Prozessautomatisierung mbH, gehört zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand. Das hat die aktuelle Untersuchung im Rahmen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleichs »Top 100« ergeben, an der sich dieses Jahr 319 Unternehmen beteiligten. Der Mittelständler überzeugte bei der 17. Runde der renommierten Wirtschaftsinitiative mit einem maßgeschneiderten Innovationsmanagement. Lothar Späth, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a. D., überreicht den Franken jüngst bei einem Festakt im Gästehaus Petersberg in Königswinter das begehrte »Top 100«-Gütesiegel.

Der Mentor der Mittelstandsinitiative würdigt damit die Verdienste von VIPA in den Bereichen »Innovationsförderndes Top-Management«, »Innovationsklima«, »Innovative Prozesse und Organisation«, »Innovationsmarketing« sowie »Innovationserfolg«. Das Unternehmen zählt bereits zum zweiten Mal zu den 100 innovativsten Mittelständlern.

Die Gesellschaft, die mit ihren 130 Beschäftigten 2008 einen Umsatz von rund 35,5 Mio. Euro erzielte, hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) und Zubehör für den Maschinen- und Anlagenbau spezialisiert. Dank eines Mitarbeiterstabs, der vor allem in der Entwicklung, der Qualitätssicherung und dem Vertrieb tätig ist, hat sich der Mittelständler seit 1985 von einem Spezialisten für siemenskompatible Baugruppen zu einem Anbieter kompletter SPS-Systeme gewandelt. Laut »Top 100«-Analyse herrscht in dem Betrieb ein hervorragendes Innovationsklima, das zu zahlreichen Innovationserfolgen geführt hat. Hierzu trägt unter anderem ein fest eingeplantes Budget bei, um das sich die Mitarbeiter mit unkonventionellen Ideen bewerben können. 70 Prozent der eingegangenen Vorschläge konnten 2008 verwirklicht werden. Das innovative Klima fördert auch die Vernetzung mit der Fachhochschule Nürnberg. Dieser direkte Wissenstransfer ins Unternehmen erwies sich beispielsweise bei der Einführung moderner Designtools in den internen Entwicklungsprozess als äußerst vorteilhaft.

Für die Ehrung musste das Unternehmen ein strenges zweistufiges Verfahren der Wirtschaftsuniversität Wien überstehen. »Unsere Ergebnisse zeigen, dass die 100 Top-Innovatoren Herausforderungen kraftvoll angehen und so beispielsweise für die aktuelle wirtschaftliche Situation gut gerüstet sind. Innovation ist bei den meisten dieser Unternehmen Chefsache«, kommentiert der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Nikolaus Franke, die Analyse. So erwirtschaften die ausgezeichneten Unternehmen zwei Drittel ihres Umsatzes mit Innovationen und innovativen Verbesserungen der vergangenen drei Jahre – bei einer Vergleichsgruppe deutscher Mittelständler sind es gerade einmal 30 Prozent. Zudem konnten die Top-Unternehmen durch Prozessinnovationen ganze 12 Prozent ihrer Kosten einsparen, während in der Vergleichsgruppe die Mittelständler im Durschnitt lediglich 4 Prozent sparten.