Virenattacke!

Gegen Viren ist manchmal kein Kraut gewachsen. Die diesjährige Grippewelle war besonders heftig, und dieses Mal hat's mich auch voll erwischt: das hochaggressive Yamagata-Virus wünscht man niemanden an den Hals. Und auch die meisten Vorsorgeimpfungen sind dagegen völlig nutzlos.

07. März 2018

Ganz anders dagegen bei digitalen Viren: Hier ist Vorsorge äußerst sinnvoll, und das erkennt langsam auch Deutschlands Wirtschaft: Drei von vier Unternehmen (74 Prozent) wollen dieses Jahr ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Bitcom Research unter 750 Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Die größte Herausforderung für die IT-Sicherheit sehen die Unternehmen demnach beim Einsatz von Cloud Computing. Aber auch die steigende Vernetzung durch Industrie 4.0 bzw. Internet of Things wird zunehmend als Sicherheitsrisiko eingestuft.

Dass Datensicherheit mehr ist als eine lästige Pflichtübung, zeigt eine Studie des IT-Branchenverbandes Bitcom vom Herbst: Demnach sind bereits mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (53 Prozent) Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Dadurch ist in 2016 ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro entstanden.

Doch absolute Sicherheit gibt es auch in der IT nicht - denn ein kaum zu kalkulierender Schwachpunkt ist der Mensch. Das musste jetzt auch die Bundesregierung erfahren, in deren Hochsicherheitsnetze sich Hacker über Outlook ziemlich einfach Zutritt verschaffen konnten.

 

Bleiben Sie gesund!

Mit einem Servus aus Oberbayern,

Hajo Stotz

Chefredakteur der :K