Virtual Reality beschleunigt Fahrzeugentwicklung bei Volke

Volke Entwicklungsring verlagert die Fahrzeugentwicklung in den virtuellen Raum. Durch die Lösung Cloudmodelling soll der Prozess deutlich schneller und kostengünstiger werden. Die nötige Rechenpower liefern die Hochleistungs-Workstations Dell Precision mit NVIDIA-Grafiklösungen der neuesten Generation.

11. Juli 2019
Virtual Reality beschleunigt Fahrzeugentwicklung bei Volke
Mit Cloudmodelling können mehrere Nutzer gleichzeitig und standortunabhängig an einem Modell arbeiten. (Bild: Dell Technologies)

Bevor ein neues Automodell auf den Markt kommt, steht ein langer Prozess der Formfindung an. Auch heute noch werden Modelle des Fahrzeugs in den verschiedensten Entwicklungsphasen händisch gefertigt, was aufwändig und kostspielig ist. Um die Zeit von der ersten Idee bis zur Serienreife zu verkürzen, hat Volke Entwicklungsring die Lösung »Cloudmodelling« entwickelt. Seit der Gründung 1968 erstellt die Unternehmensgruppe aus Wolfsburg an verschiedenen Standorten Fahrzeugkonzepte, die vom Design über die Karosseriekonstruktion bis hin zum Bau von Modellen aller Art (Exterieur, Interieur, Bereichs-Modelle usw.) sowie Showcars reichen.

Hinter Cloudmodelling verbirgt sich eine virtuelle Umgebung, in der dreidimensionale CAD-Daten erstellt und geändert werden können. Bis zu zehn Nutzer können beim Cloudmodelling gleichzeitig und standortunabhängig um das Auto herumgehen, Bereiche neu erstellen und Änderungen live am Modell durchführen.

Sie tragen eine Virtual-Reality-Brille und zwei Hand-Controller zur Interaktion. Im virtuellen Raum können sie dann entweder frei mit der Hand zeichnen oder Präzisionswerkzeuge einsetzen, mit denen sich Oberflächen und Kurven herstellen beziehungsweise verändern lassen. Die Experten bewerten aber nicht nur den visuellen Gesamteindruck eines neuen Modells, sondern können sowohl das Exterieur wie auch das Interieur und den Rohbau inspizieren, ergonomische sowie konstruktions-, fertigungs- und kostentechnische Fragen klären und mögliche Schwachstellen im Design unmittelbar korrigieren.

Herkömmliche CAD-Systeme an der Leistungsgrenze

Beim Cloudmodelling fallen große Datenmengen an und allein der Rohbau mit Antriebskomponenten (Motor, Getriebe, zukünftig E-Motor und Akkus) würde herkömmliche CAD-Systeme an ihre Leistungsgrenzen führen. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an die Hard- und Software. Volke Entwicklungsring hat sich für die Dell Precision 7920 Tower Workstation mit den aktuellen Quadro-Grafikkarten von NVIDIA entschieden.

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Die Precision 7920 ist speziell für Virtual-Reality-Anwendungen konzipiert und arbeitet bei Volke mit den neuesten Intel Xeon Prozessoren und NVIDIA Quadro RTX 8000 Grafikkarten, die über NVLink zusammengeschaltet sind und so für höhere Bildraten sorgen. Schnelligkeit ist bei der virtuellen Fahrzeugentwicklung entscheidend und beim Rendering werden 90 Frames pro Sekunde verarbeitet – und das mehrmals gleichzeitig in der Cloudmodelling-Lösung, wenn unterschiedliche Sichtweisen gefordert sind. Mit dem auf der Precision-Workstation installierten Dell Precision Optimizer, einer KI-basierten Software zur Leistungsoptimierung, kann Volke die Hardware zudem auf die spezifische Rechenlast abstimmen.

Mit der Cloudmodelling-Software wird Volke das manuelle Modellieren und die danach zwingend notwendige Rückführung der Geometrie in das CAD-Programm reduzieren und durch virtuelles Modellieren ersetzen. Durch die Lösung wird der Prozess deutlich schneller und kostengünstiger werden.