VISI 2020.0 mit optimierten Funktionen für den Werkzeug- und Formenbau

Mecadat stellt auf der Moulding Expo die neue Version VISI 2020.0 vor, die über Neuerungen in CAD, Mould, Progress und in der CAM-Funktionalität verfügt und dem Bereich Reverse Engineering einen Entwicklungsschub gibt.

10. April 2019
 VISI 2020.0 mit optimierten Funktionen für den Werkzeug- und Formenbau
CAM – Neues Linking. (Bild: Mecadat)

»Da Reverse-Engineering im Werkzeug- und Formenbau verstärkt eingesetzt wird, enthält die neue Version zahlreiche Funktionen«, berichtet Mecadat-Vorstand Ralph Schmitt. »Es gibt nun ein erweitertes Interface für Hexagons mobile Romer-Messarme und Leica Scanner. Damit können Punktewolken direkt oder indirekt geladen werden. Das so entstehende Netz wird geglättet und verfeinert. Abschließend können automatisch oder halbautomatisch Flächen erzeugt werden, indem das System Referenzkanten vom geglätteten Netz ableitet.«

Wichtig sind dabei auch die sogenannten ‚One Click‘-Funktionen, die den Prozess der Punkteglättung und Flächenerstellung für den Konstrukteur enorm vereinfachen. Zum Abschluss können die Scandaten oder die entstandenen Modelle und Gussrohlinge einfach mit den originalen CAD-Daten ausgerichtet und daher schnell verglichen, gemessen und gefräst werden.

Verbesserungen bei der Zeichnungserstellung

Im CAD Basissystem bietet VISI 2020.0 nach eigenen Angaben zahlreiche Verbesserungen bei der Zeichnungserstellung. So kann für die Ansicht längerer Werkstücke eine beliebige Anzahl von Bruchlinien zur verkürzten Darstellung des Bauteils in der Dokumentation gesetzt werden.

In den VISI Schlüsselmodulen Mould und Progress gibt es ebenfalls Neuerungen und Optimierungen: So werden zahlreiche innovative Funktionen für den Spritzguss- und Blechwerkzeugbau integriert.

Im Mould Werkzeugaufbau sind nun auch die Meusburger Backen-, Mikro- und Wechselformen eingepflegt worden. Die im Auswerferpaket verbauten Auswerferstifte können jetzt automatisch nummeriert und mit einer Tabelle dokumentiert werden.

In den Highend-Spritzgusswerkzeugen wird immer mehr mit konturnaher Kühlung gearbeitet, um die Zykluszeiten weiter zu optimieren. VISI besitzt nun ein effektives Skizziertool zur Festlegung des Kühlungsverlaufs sowie zur Generierung des Kanals über vordefinierte oder anwenderspezifische Querschnitte. Ein Editieren der Kanäle ist immer möglich, auch wenn diese bereits vom Einsatz abgezogen sind. Alle diese in der Konstruktionsphase festgelegten Informationen werden zudem automatisch an die thermische Analyse des rheologischen VISI Flow-Moduls übergeben.

In Progress wurde für die Platinenermittlung ein Blechhaltermanagement entwickelt. Dieses erlaubt, Reibungswerte sowie Niederhalterkräfte festzulegen und führt daher zu einem präziseren Abwicklungsergebnis. Eine neue, solidbasierende Abwicklungstechnik erzeugt eine größere Assoziativität zwischen Blechteil und Methodenplan. Durch die Elektrifizierung in der Autoindustrie steigt der Bedarf an Steckern – beim Abwickeln und Handhaben von komplexen Prägungen an solchen Steckern ist auf zahlreichen Kundenwunsch in VISI 2020.0 eingegangen worden.

Optimierte NC-Module

Sämtliche NC-Module werden ebenfalls optimiert: Hervorzuheben sind neben dem neuen Rohteilmanagement auf Basis von Abbildern zur Beschleunigung der Rohteilerzeugung auch die zusätzliche Prüfung und Information bei unklaren Eingaben seitens des Anwenders sowie das verbesserte 3+2 Achsenmanagement. Für 2,5D Fasenoperationen werden nun auch Schwalbenschwanzfräser unterstützt.

»In der 3-Achs-Bearbeitung werden die Eilgangbewegungen optimiert und die Waveformtechnologie um konische Helixbewegungen erweitert. Im 5-Achs-Simultanfräsen wird zur Verbesserung der Oberflächenqualität ein Glätten der Werkzeugwege eingeführt, Werkzeugwegreports können nun noch automatisierter erstellt werden«, ergänzt Schmitt.

Moulding Expo, Halle 5, Stand 5B32