Visi 2020.1 mit neuen Funktionen

Mecadat, Anbieter von CAD/CAM Software-Lösungen für den Werkzeug- und Formenbau, präsentiert die neue Visi-Version 2020.1, die neue Funktionen in CAD, Mould, Progress und in der CAM-Funktionalität bietet.

02. Oktober 2019
Visi 2020.1 mit neuen Funktionen
CAD – Erreichbarkeitskontrolle. (Bild: Mecadat)

„Da Reverse-Engineering im Werkzeug- und Formenbau verstärkt eingesetzt wird, enthält Visi 2020.1 zudem zahlreiche neue Optionen im Modul ‚Reverse‘. Außerdem gibt es nun ein verbessertes Interface für Hexagons mobile Absolut Messarme und Leica Scanner, auch der Aicon Weißlichtscanner wird nun unterstützt“, zählt Mecadat-Vorstand Ralph Schmitt weitere Neuheiten in Visi 2020.1 auf. „Das bedeutet, dass Punktewolken direkt oder indirekt geladen werden können, wobei die Punktewolkenformate für das indirekte Laden stark erweitert werden. Ein neuer Dichtefilter beim Scannen verhindert die doppelte Verarbeitung von Punkten beim Scanvorgang, wenn ein Bereich mehrfach gescannt wird.“

In der Flächenrückführung gibt es nun Funktionen, die es gestatten, in Bereichen des Meshmodells exakte analytische Flächen wie Ebenen oder Zylinder zu erstellen. Die Scandaten oder die entstandenen Modelle und Gussrohlinge können abschließend einfach mit den originalen CAD-Daten ausgerichtet werden.

Die neue adaptive ‚Best Fit‘ Methode erlaubt durch Festlegen verschiedener Toleranzen an bestimmten Bauteilwänden eine noch bessere Ausrichtung eines Rohteilmodells zum Fertigteil bei der Fräsbearbeitung. Der Vergleich mit der Fehlfarbenanalyse ist ebenfalls erweitert und optimiert worden: So können die Scandaten mit dem in der Flächenrückführung neu entstandenen CAD-Modell noch effektiver verglichen werden.

Verbesserungen bei der Elementauswahl

Im CAD-Basissystem gibt es zahlreiche Verbesserungen bei der Elementauswahl. So können Körperkanten, die eine Schleife bilden, sehr schnell ausgewählt werden, selbst wenn die einzelnen Kanten nicht tangential sind. Auch alle auf einer Wand senkrecht stehenden Kanten können nun mit einem Klick ausgewählt werden, um so z.B. alle Ecken in einer Tasche abzurunden. Neben dem ebenen dynamischen Schnitt durch eine Baugruppe können nun rotatorische Schnitte ebenfalls durchgeführt und der Schnitt auch entlang einer Leitkurve geführt werden. Damit wird das Betrachten des Innenlebens eines Werkzeuges nochmals vereinfacht. Zusätzlich erleichtert eine neue innovative graphische Option das Erkennen von Hinterschnitten, senk-rechten Wänden und – vor allem für NC-Programmierer interessant – das Anzeigen von Wänden, die aus der Z-Richtung nicht erreicht werden können. Dies geschieht ‚on the fly‘ ohne eine Bauteilanalyse starten zu müssen. Während des Konstruierens erkennt der Anwender sofort, ob eine von Ihm angebrachte oder geänderte Formschräge einen Hinterschnitt verursacht.

Ideale Entformungsrichtung leichter finden

In den Visi-Schlüsselmodulen Mould und Progress gibt es in der Version 2020.1 natürlich ebenfalls wieder Neuerungen und Optimierungen: Zahlreiche innovative Funktionen wurden für den Spritzguss- und Blechwerkzeugbau integriert. So bietet die Funktion ‚Body to Mould‘ eine schnelle automatisierte Lösung, um für ein Kunststoffteil die optimale Position und Lage im Werkzeug zu erreichen: Damit wird die ideale Entformungsrichtung leichter gefunden, da die Bauteile normalerweise zum Beispiel in Fahrzeuglage gespeichert sind.

Über diese neue Funktion ist es jederzeit möglich, die Bauteile auch wieder aus der Werkzeuglage in die Fahrzeuglage zu bringen. So können dem Produktentwickler Änderungen übergeben werden, die in der Werkzeugkonstruktionsphase am Artikel gemacht wurden; die angebrachte Schwindung wird dabei automatisch entfernt.

In Visi Progress wird die mit der Vorgängerversion eingeführte solidbasierende Abwicklungstechnik weiter ausgebaut. Diese Funktionalität stellt nun eine mächtige und komplette Lösung für die Platinenermittlung – das Handhaben von linearen und nicht linearen Biegungen sowie das Erzeugen von Zwischenstufen – dar. Das Ziel der neuen Abwicklungstechnik ist, einen Methodenplan sehr schnell zu erstellen und nachträglich eingebrachte Änderungen am Blechteil immer automatisch auf das Streifenbild zu übertragen. Das gilt auch für die verschiedenen Umform- und Biegestufen im Streifenlayout. Das Updaten alle Prozessstufen in einem Folgeverbundwerkzeug bringt eine erhebliche Zeiteinsparung während der Werkzeugkonstruktionsphase und den Korrekturschleifen mit sich.

NC-Module optimiert

Auch sämtliche NC-Module werden in Visi 2020.1 optimiert: Das Werkzeugmanagement wird um das Anlegen und Verwalten von Werkzeugen mit komplexen Geometrien erweitert. So können unter anderem Weitwinkelfräser, Kreissegmentfräser und auch Freiformfräser definiert und vor allem in den 5-Achs-Strategien verwendet werden. Das Arbeiten mit Operationsvorlagen ist verbessert worden, indem nun die Mehrseitenbearbeitung noch besser unterstützt wird. Das ist vor allem bei der automatisierten Elektrodenbearbeitung extrem hilfreich.

So können Elektroden nun automatisiert aus mehrehren Richtungen komplett mit einer Vorlage bearbeitet werden. „Auch die hybride ‚Waveform‘ Schrupp-Technologie enthält diverse Verbesserungen wie beispielsweise eine Option, die dünne Stege beim Materialabtrag vermeidet.

Denn dünne Stege sind in der Zerspanung immer unangenehm, da diese leicht wegbrechen und den Fräser beschädigen können“, unterstreicht Schmitt. „Außerdem gibt es eine neue 5-Achsstrategie für das effektive Entgraten von Bauteilkanten. Fazit: Mit der neuen Visi Version 2020.1 fokussiert sich Hexagon MI erneut absolut auf die bestmöglichen Funktionalitäten für den Werkzeug- und Formenbau.“

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