Voll integriert

Antriebstechnik

Antriebskommunikation – Wie ein Schweizer Messer passen sich die integrierten Servomotoren des dänischen Antriebsherstellers JVL Industri Elektronik der jeweiligen Ethernet-Version an und machen Anwender fit für die Ethernet-Zukunft.

30. März 2012

Die Ethernet-Technologie wird in der Industrie zur Kommunikation immer häufiger eingesetzt. Anwender schätzen dabei vor allem die sehr schnelle Reaktionszeit gegenüber den konventionellen Feldbussen, häufig können sie auf kostengünstige Standard-Ethernet-Hardware zurückgreifen. Außerdem lassen sich Daten sicher übertragen und Verzögerungszeiten sind dank des deterministischen Protokolls vorhersehbar. Im Vergleich zu den klassischen Netzwerken bietet das industrielle Ethernet also eine Performance nach dem »State of the Art«.

Den Anforderungen anpassen

Darum müssen sich auch die Hersteller von Antriebstechnik dem Ethernet stellen – so wie das dänische Unternehmen JVL Industri Elektronik es bei seinen integrierten Servomotoren der MAC-Baureihe tut. Sie haben dazu das MAC00-Ex4-Industrial-Ethernet-Modul entwickelt, das der User durch einfaches Laden der entsprechenden Firmware für sein benötigtes Ethernet konfigurieren kann, wie Vertriebsmanager Jan Tausend von der deutschen Niederlassung in Stuttgart erklärt: »Zur Verfügung stehen derzeit Module für Ethercat, Ethernet/IP und Powerlink, sehr bald sollen aber auch welche für Profinet, Sercos III und Modbus TCP auf den Markt kommen. Die gesamte Kommunikation kann dann mit der sehr hohen Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde ablaufen.«

Einfache Handhabung

Je nach Bedarf kann der Anwender seinen Antrieb konfigurieren. Dazu gibt es zum Verbinden zwei individuelle Ports auf dem Modul, mehrere alternative Möglichkeiten für Ein- und Ausgänge für OEM sind auf Anfrage erhältlich. »Damit das System kompatibel ist, verwenden wir industrielle Steckverbinder des Standards M12, zudem gibt es einen 24-Volt-Digitaleingang und einen 24-Volt-Digitalausgang für den lokalen Gebrauch sowie optionale I/O-Encoder«, ergänzt Tausend.

LEDs sorgen für die einfache Überwachung des Betriebsstatus. Der Anwender kann auf alle internen Motorparameter und Register über den Bus zugreifen, Voreinstellungen des Motors sind nicht notwendig. Wenn gewünscht, liefert JVL auch eine RS232-Schnittstelle für Parametrier- und Monitorfunktionen. Das System aus Motor und Ethernet-Modul hat JVL für raue Betriebsbedingungen entwickelt. Die Dänen haben ihren integrierten Servomotor dazu auch in der Version MAC141 aus rostfreiem Edelstahl in Schutzart IP67 im Programm.

Auf einen Blick

JVL Industri Elektronik

-1990 in Dänemark gegründet, Hauptsitz und Zentrale in Birkerød.

-Erfinder des integrierten AC-Servomotors: Der MAC-Motor reduziert Verkabelungsaufwand und Installationskosten und nimmt weniger Platz ein.

-Der integrierte Schrittmotor Quickstep ist seit dem Jahr 2004 im Programm.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012