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CAD CAM

CAD-Monitore – Bei der Wahl eines CAD/CAM-Displays gilt es, einige Kriterien zu beachten. Neben der Leistungsfähigkeit rücken zunehmend Merkmale zur Steigerung der Produktivität in den Fokus.

16. Februar 2012

Die Auswahl an LCD-Monitoren ist ebenso umfangreich wie ihre Ausstattungsmerkmale. Für den Entwicklungs- und Konstruktionsbereich kommen davon allerdings nur Bildschirme mit bestimmten Eigenschaften in Frage.

Neben wichtigen Leistungskriterien wie Helligkeit oder Farbwiedergabe definieren ein Display für den modernen CAD/CAM-Arbeitsplatz wesentlich mehr Faktoren. Diese können unter anderem die Produktivität des Anwenders fördern. Nachfolgend wird geklärt, welche Funktionen für einen Entwickler oder Konstrukteur unumgänglich sind und welche Ausstattungsmerkmale ihn bei seiner täglichen Arbeit zusätzlich unterstützen können.

Ganz gleich, ob einfache, zweidimensionale Zeichnungen und Objekte oder modellierte, dreidimensionale Szenen und Computeranimationen – über den Erfolg eines Entwurfs entscheidet nicht zuletzt der visuelle Eindruck des Betrachters.

Ein professionelles Display ist für den Konstrukteur oder Entwickler deshalb neben einem leistungsstarken PC sowie der entsprechenden CAD/CAM-Software eine der wichtigsten Arbeitsgrundlagen. Geht es um die Größe, ist das Spektrum noch breit. Aktuell gängig für den Einsatz in Konstruktions- und Fertigungsumgebungen sind Modelle von 19 bis 30 Zoll, wobei die Tendenz immer stärker zu Monitoren jenseits der 21 Zoll geht.

Mittlerweile etabliert hat sich hierbei das Widescreen-Format und damit Seitenverhältnisse von entweder 16:10 oder 16:9. Sie kommen dem menschlichen Blickfeld näher als die konventionelle 5:4- oder 4:3-Darstellung. So erlauben sie eine natürlichere Betrachtung der Inhalte und damit mehr Sehkomfort. Für die Darstellung von zwei oder mehreren Bildern auf einem Bildschirm nebeneinander empfehlen sich jedoch definitiv Breitbildformat-Displays sowie eine Bilddiagonale von 27 oder 30 Zoll.

Für die Genauigkeit und Detaildarstellung vor allem bei größeren Displays spielt die Auflösung eine entscheidende Rolle. Für CAD/CAM-Anwendungen bietet sich grundsätzlich eine Auflösung von mindestens 1.920x1.200 Bildpunkten (WUXGA) an. Damit enden selbst komplexe Skizzen oder Explosionszeichnungen nicht im visuellen Chaos.

Speziell für Monitore ab 27 Zoll Bilddiagonale, die eine Betrachtung zweier Bilder oder Grafiken nebeneinander ermöglichen und auch entsprechende Funktionen besitzen, reicht diese Auflösung nicht mehr aus. Hier sollte es zum Beispiel eine WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) oder gar WQXGA-Auflösung (2.560 x 1.600 Pixel) sein.

In dem Panel liegt die Kraft

Bereits bei den Modellen unter 24 Zoll Bilddiagonale zu empfehlen, ab dieser Größe aber Pflicht, ist ein professionelles PLS- (Plane-to-Line-Switching), IPS- (In-Plane-Switching) oder VA-Panel (Vertical Alignment). Gegenüber den günstigeren TN-Panels (Twisted Nematic) bieten diese Panel-Technologien neben den entsprechend hohen Auflösungen den Leistungsumfang, der für einen Einsatz im Design- und Entwicklungsumfeld notwendig ist.

Ein Beispiel dafür ist die Helligkeit, die in diesem Anwendungsbereich mindestens 300 cd/m2 erreichen sollte. Diesen Wert liefern heutzutage bereits LC-Displays mit einer energieeffizienten LED-Hintergrundbeleuchtung. Bis vor wenigen Jahren kamen dafür noch ausschließlich Modelle mit CCFL-Backlight in Frage. Modelle mit LED-Backlight besitzen darüber hinaus meist eine homogenere Helligkeitsverteilung.

Der Kontrast ist ein weiteres Argument für diese Profis unter den PC-Monitoren. Erst durch sie werden (statische) Kontrastverhältnisse ab 1.000:1 erreicht und damit ein dem CAD/CAM-Bereich entsprechender Nuancenreichtum bei der Darstellung von Entwürfen und Simulationen. Sind diese außerdem animiert, ist die Reaktionszeit entscheidend.

Für das schlierenfreie Abspielen animierter Sequenzen sind Umschaltzeiten im einstelligen Millisekunden-Bereich gefordert, die jedoch die meisten Modelle in diesem Segment erfüllen. Ein weiterer wichtiger Aspekt für den Einsatz von professionellen Panels sind die Betrachtungswinkel, die gegenüber TN-Panels bis zu 178 Grad betragen. So können mehrere Kollegen gleichzeitig vor einem Bildschirm über einen Entwurf diskutieren.

Farbe ist Trumpf

Egal ob für die Präsentation vor Kunden oder einfach nur zur besseren Veranschaulichung – der Einsatz von Farbe und damit die Schaffung visueller Reize findet auch im Konstruktions- und Entwicklungsbereich zunehmend Anklang.

Dies fördert nicht zuletzt die ständige Weiterentwicklung der CAD/CAM-Software mit den entsprechenden Präsentations- und Simulationstools. Damit die Visualisierung farblich nicht aus dem Rahmen fällt, sollte der Bildschirm das vollständige Farbspektrum des sRGB-Farbraumes unterstützen.

Dabei handelt es sich um den gleichen Farbstandard, den beispielsweise auch Windows-Betriebssysteme, sämtliche digitalen Kompaktkameras oder das Internet nutzen. Speziell in Kombination mit der PLS-Technologie erreicht das Display ein besonders farb- und kontraststabiles Bild bei einer sehr hohen Blickwinkelstabilität.

Produktiv und wirtschaftlich

Ergänzend zu den »Pflichtkriterien«, die ein Display für den Einsatz im CAD/CAM-Umfeld erfüllen sollte, existiert eine Reihe weiterer Eigenschaften und Funktionen, die nicht nur die Produktivität des Anwenders steigern, sondern auch den Betrieb der Monitore wirtschaftlicher gestalten können.

So bietet beispielsweise Samsung mit dem SyncMaster S27A850D LED ein professionelles 27-Zoll-Display mit Dual-Input-Funktion an. Mittels zweifachem DVI-D (Dual-Link)-Signaleingang können Daten von zwei Desktop-Workstations oder Notebooks gleichzeitig eingespeist werden, ohne dass beispielsweise während einer Präsentation im Kollegenkreis Kabel umgesteckt werden müssen.

Ebenso eignet sich diese Funktion für den simultanen Zugriff auf zwei Datenbanken oder Systemebenen, wobei die Inhalte beider Signalquellen dank einer Picture-by-Picture-Funktion sogar nebeneinander auf dem Monitor dargestellt werden können. Ergonomische Eigenschaften sind eine weitere Option für die Erhöhung der Produktivität des Mitarbeiters.

Beispielsweise ermöglichen flexibel verstellbare Monitore eine optimale Einrichtung des Arbeitsplatzes und fördern so eine gesunde Sitz- und Betrachtungsposition des jeweiligen Anwenders. Zusammen mit der Betrachtung der Inhalte im Widescreen-Format sowie einer entsprechend hohen Bildqualität führt dies zu geringeren Ermüdungserscheinungen speziell während längerer Arbeitszeiten vor dem Bildschirm.

Noch mehr Sehkomfort bieten Monitore mit einem Eco-Light-Sensor, der die Leuchtstärke automatisch an die Umgebungshelligkeit anpasst. Und wird dann doch eine Pause eingelegt, was ja durchaus auch in diesem Umfeld der Fall sein soll, gibt es effiziente Energiesparfunktionen wie einen Eco-Motion-Sensor.

Dieser erkennt, ob sich eine Person vor dem Bildschirm befindet oder nicht und versetzt ihn nach einer voreingestellten Zeit automatisch in den Ruhemodus. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern senkt auch die Betriebskosten der Monitore.

-Samsung hat im Jahr 2010 seine Lösungen für professionelle Anwender im Samsung IT Cluster zusammengefasst. Neben IT Solutions, Mobile Computing, Digital Printing und IT Storage zählen die Visual Displays zum IT Cluster. Ergänzt wird das Angebot um professionelle Services.

Erschienen in Ausgabe: 01/2012