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VOX testet den Sauber-Diesel

Das VOX-Magazin „auto mobil“ hat den NOX-Ausstoß des „Super Clean Electrified Diesel“ von Continental auf der Straße gemessen.

18. Dezember 2018
Der Continental Super Clean Electrifed Diesel unterschreitet die geltenden und künftigen NOX-Grenzwerte deutlich. (Bild: Continental)

Spezialisten des Konzerns haben ein Serienfahrzeug der Abgasnorm Euro 6b mit heute schon verfügbaren Continental-Technologien ausgerüstet und dessen Stickoxid-Emissionen dadurch so weit reduziert, dass es sogar künftige Grenzwerte deutlich unterschreitet – nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch bei den so genannten Real Driving Emissions (RDE), also im alltäglichen Gebrauch. Diese „Super-Sauberkeit“, so heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, wurde dem Continental-Diesel jetzt von unabhängiger Seite bestätigt: Alexander Bloch, Moderator des VOX-Magazins „auto mobil“, und sein Team testeten das Forschungsfahrzeug auf einer rund 100 Kilometer langen Strecke – im Stadtverkehr, auf der Landstraße und zum Schluss auf der Autobahn. Dabei wurde ganz bewusst keine Rücksicht auf definierte RDE-Zyklen genommen, sondern dem persönlichen Fahrstil freie Bahn gelassen und auf der Autobahn auch schon mal 180 Stundenkilometer schnell gefahren. Das Resultat: Die durchschnittliche NOX-Emission lag im Stadtverkehr bei gerade mal 11 mg/km und über die gesamte Strecke bei 46 mg/km. Zum Vergleich: Der NOX-Grenzwert im RDE-Zyklus liegt nach der neuen Abgasnorm Euro 6d-Temp bei 168 mg/km und reduziert sich mit der Abgasnorm Euro 6d ab 2020 auf 80 mg/km. Auf dem Prüfstand liegt das Limit bei 80 mg/km. Gesendet wurde der VOX „auto mobil“- Test am Sonntag, 9. Dezember.

Die besondere Herausforderung: Kaltstartphasen

Eine besondere Herausforderung bei der Verringerung der NOX-Emissionen ist die Phase nach einem Kaltstart. Denn der SCR-Katalysator entwickelt erst bei höheren Temperaturen seine volle Wirkung. Gerade für den Stadtverkehr ist es daher entscheidend, die Kaltstartemissionen zu senken. Continental hat dafür den elektrisch heizbaren Katalysator Emicat entwickelt, der den dahinterliegenden SCR-Katalysator bereits nach kurzer Zeit auf Betriebstemperatur bringt, wodurch die Stickoxid-Konvertierung startet. Der Kraftstoffverbrauch bleibt dabei unverändert, da die elektrische Energie für die Katalysatorheizung ausschließlich durch ein weiteres innovatives Continental-System gewonnen wird: den „48 Volt Eco Drive“, ein Mildhybridsystem mit einer Lithium-Ionen-Batterie und einem riemengetriebenen Starter-Generator. Dieser 12 Kilowatt starke Elektromotor dient zum einen der Rückgewinnung von Bremsenergie, die in Strom umgewandelt und in der Batterie gespeichert wird. Zum anderen unterstützt er den Verbrennungsmotor bei stärkerer Beschleunigung kurzzeitig. Auch dadurch reduzieren sich die NOX-Emissionen, denn sie fallen beim Diesel besonders hoch aus, wenn schnell viel zusätzliche Leistung abgerufen wird. Durch die Entlastung des Verbrennungsmotors werden zugleich der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emission reduziert. Zum Einsatz kommt in dem Forschungsfahrzeug darüber hinaus das neue Piezo-Common-Rail-Einspritzsystem – und auch dieses Continental-System verbessert die Kaltstart-Effizienz. Insgesamt bewirken die Continental-Technologien, dass der „Super Clean Electrified Diesel“ nach einem Kaltstart bereits nach acht Kilometern einen durchschnittlichen NOX-Ausstoß von nur 40 mg/km vorweisen kann.

TV-Team gewann die Wette nur knapp

„Das Testergebnis ist für uns eine Bestätigung, auf die wir stolz sind. Denn wir sind überzeugt davon, dass die Dieseltechnologie mit dem hoch effizienten SCR-System auch in Zukunft einen entscheidenden Beitrag zu einer umweltfreundlicheren Mobilität leisten kann. Und mit dem ‚Super Clean Electrified Diesel’ unterstreichen wir, dass Continental über alle dazu notwendigen Technologien schon heute verfügt“, sagt Jürgen Grimm, Entwicklungsleiter Engine Systems, Division Powertrain.

Der Test war übrigens zugleich eine Challenge: Continental hatte als ambitionierte NOX-Zielmarke die Hälfte des strengen Prüfstand-Grenzwerts von 80 mg/km ins Auge gefasst. Das „auto mobil“-Team wettete dagegen, dass die 40 mg/km nicht zu erreichen sind, und hat die Wette knapp gewonnen – wozu auch der sportliche Fahrstil des Testfahrers ein wenig beigetragen haben wird.

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