Vuforia für HoloLens

Die für Augmented Reality vorgesehene Entwicklungsumgebung Vuforia von PTC unterstützt zukünftig die Datenbrille HoloLens von Microsoft. Damit lassen sich programmierte Objekte ins Blickfeld des Brillenträgers projizieren. Vertrieb und Schulungen zählen zu den naheliegenden industrielle Anwendungen.

12. April 2016

Mit der Augmented-Reality-Entwicklungsumgebung (AR) Vuforia von PTC lässt sich demnächst auch die 3D-Brille Microsoft HoloLens programmieren. Für Microsoft ist dies erfreulich, stellt Vuforia doch den Quasi-Standard für die Entwicklung von AR-Applikationen dar. Um die neuen Möglichkeiten vor der Entwicklergemeinde vorzustellen, hat Steven Guggenheimer, Vizepräsident und Chief Evangelist bei Microsoft, ein Anwendungsbeispiel bei der vergangenen Entwicklerkonferenz "Build" im Rahmen einer Keynote vorgestellt.

In diesem Szenario hat ein imaginärer Vertriebsmitarbeiter einem potenziellen Kunden einen Caterpillar-Bagger in mehreren Geländearten virtuell vorgeführt. Der Betrachter sieht so den Bagger durch die Brille vor sich - ein typischer Fall von Augmented Reality. "AR kann einen berührungslosen, nur durch die Stimme gesteuerten Zugriff auf visuelle Informationen ermöglichen, während der Kunde ein Produkt konfiguriert oder Wartungs- und Reparaturmaßnahmen an Geräten durchführt", erklärt Jeff Lind, bei Caterpillar verantwortlich für eBusiness Innovation.

Vuforia vereinfacht die Entwicklung von AR-Anwendungen, indem es Funktionen für die computergestützte Visualisierung über eine Programmierschnittstelle bereitstellt. Zusammen mit Unity, einer sonst meist für Spiele verwendeten Laufzeit- und Entwicklungsumgebung, können die Entwickler eine einzige Applikation erstellen, die auf allen wesentlichen Telefonen, Tablets, VR-Anzeigegeräten und digitalen Brillen lauffähig ist. Das ermöglicht die Programmierung von Anwendungen für Konsumenten und Unternehmen gleichermaßen.