»Wegen Erfolg geschlossen«

Forum - Bei der vierten Ausgabe des mechatronischen Forums am 1. Februar 2007 mussten die Organisatoren erstmalig eine Warteliste eröffnen. Mit 128 Teilnehmern war das Auditorium beim Gastgeber, der Wittenstein AG in Igersheim, bis auf den letzten Platz ausgebucht.

25. Februar 2007

Das Motto der Veranstaltung kam beim vorabendlichen Treffen des Mechatronischen Arbeitskreises auf, der das Forum organisiert hat: »Wegen Erfolg geschlossen«. Zuerst aus einem Spaß geboren, erkannten die Verantwortlichen schnell den realen Aspekt: Mechatronik ist so aktuell wie nie. Diesmal gab es mit der Verpackungstechnik eine Schwerpunktbranche. Dieser Schwerpunkt zog sich auch durch die Vorträge der fünf Referenten.

Fünf Referenten

Zum Auftakt begrüßte Klaus Spitzley die Teilnehmer. Der Vorstand für IT und Finanzen bei der Wittenstein AG gab einen kurzen Abriss über die Aktivitäten seines Unternehmens. Peter Schäfer, Chefredakteur der :K, stellte anschließend das Thema vor und übergab an Arbeitskreismitglied Dr. Rainer Stetter, der den Morgen moderierte. Als erster Redner trat Manfred Bonetsmüller ans Mikrofon. Als Gründer und Geschäftsführer von Somic Verpackungsmaschinen hat er den Einzug der Mechatronik hautnah erlebt. Technischer orientiert ging Wolfgang Roempp von Rovema das Thema an. Er bezeichnete den Menschen als mechatronische Maschine, mit den Knochen als Mechanik, den Muskeln als Antriebe, den Au¬gen als Sensorik und dem Gehirn als übergeordneter Software. Idealerweise sollte eine Maschine fühlen, welches Modul mit ihr in Verbindung tritt. Mediseal aus Ostwestfalen ist spezialisiert auf die Blisterung von Medikamenten. Geschäftsführer Stephan Plewa betrachtete die Evolutionsschritte bei der Einführung der Mechatronik und die besonderen Anpassungen, die notwendig waren. »Wir machen einfach mal Mechatronik ? das funktioniert nicht!«, so sein Credo. Andreas Mei ist Vertriebsleiter Südwest bei Alpha Getriebebau. Sein Vortrag drehte sich um das Getriebe als »Wespentaille einer Maschine«. Als mechatronisches Anschauungsobjekt diente eine intelligente Dichtung, die »Wartung on De¬mand« ermöglicht. Abschließend referierte Sortimat-Entwicklungsleiter Olaf Witzel über ein spezielles Reifegradmodell. Es soll helfen, mechatronische Denk- und Arbeitsweisen besser zu implementieren. Michael Braetz, Geschäftsführer der A + F GmbH, steuerte im Stil einer Podiumsdiskussion ergänzende Fakten und Ansichten bei. Nach der Mittagspause stand die Open-Space-Diskussion auf dem Programm. Mo¬derator Paul Kho von Festo ermutigte die Teilnehmer, Fragen oder Anregungen bei¬zusteuern. Auf dem »Marktplatz« konnten sich alle Beteiligten dann aktiv einem Thema zuordnen, um anschließend in Kleingruppen über die Facetten der Mechatronik zu diskutieren. Themen waren unter anderem Sicherheitstechnik, Simulation, die Optimierung von Konstruktion und Software oder die effiziente Einführung der Mechatronik in Unternehmen. Den größten Zulauf verzeichneten die Themen Modularisierung und Zukunft der Mechatronik.

Ergebnisse für den Alltag

Abschließend präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse in einem kurzen Statement. Einige Aspekte sollen beim nächsten Forum vertieft werden sowie sukzessive im Dialog der Teilnehmer. Besonders dringlich erschien mehreren Gruppen die Standardisierung von Schnittstellen.

Erschienen in Ausgabe: 01/2007