Weidmüller erwartet zweistelliges Umsatzwachstum

Das Detmolder Elektrotechnikunternehmen Weidmüller erwartet für das Jahr 2018 ein zweistelliges Umsatzwachstum.

09. Januar 2019
Weidmüller erwartet zweistelliges Umsatzwachstum
Technologievorstand Volker Bibelhausen, Vorstandssprecher Jörg Timmermann und Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar (v.l.n.r.) sind mit den Jahr 2018 mehr als zufrieden. (Bild: Weidmüller)

Getragen von einem vor allem in der ersten Jahreshälfte sehr guten Marktumfeld beläuft sich Gesamtumsatz im Jahr 2018 auf über 820 Millionen Euro, gab das Unternehmen im Dezember beim Jahresabschlussgespräch am Hauptsitz in Detmold bekannt. »Rückblickend haben sich unsere Investitionen in den Aufbau von Know-How in der Automatisierung und Digitalisierung, in den Rückkauf unserer Vertriebsgesellschaften in Nordamerika sowie in andere wichtige Wachstumsregionen ausgezahlt«, erklärte Weidmüller Vorstandssprecher Jörg Timmermann.

Mit dem Ausbau des »u-mation« Automatisierungssystems, der Übernahme der Mehrheit am Visualisierer GTI im Sommer sowie der Kooperation mit dem österreichischen Spezialisten Keba habe Weidmüller den eingeschlagenen Weg fortgesetzt. »Wir wollen unsere Marktposition in den Bereichen Automatisierung und IoT kontinuierlich ausbauen und entwickeln unser Portfolio entsprechend weiter«, verdeutlichte Volker Bibelhausen, seit dem 1. September 2018 neuer Technologievorstand von Weidmüller.

Vorsichtiger Ausblick für 2019

Für das Jahr 2019 ist der Vorstand der Weidmüller Gruppe trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren insgesamt zuversichtlich, erwartet jedoch eine deutlich zurückgehende Wachstumsdynamik. Der Branchenverband Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) geht 2019 von einem Wachstum von 4 Prozent aus, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) rechnet mit einem Wachstum von 2 Prozent. »Es sind viele Unsicherheiten erkennbar, die uns vorsichtig in die Zukunft schauen lassen. Neben den Währungseffekten sind dies vor allem steigende Materialkosten sowie Unwägbarkeiten durch die zunehmend protektionistische Handels- und Wirtschaftspolitik, die Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen sowie die politische Entwicklung weltweit«, so Timmermann.

Den finalen Jahresabschluss wird Weidmüller wie in den vergangenen Jahren auf der Hannover Messe im April präsentieren.