Werkzeuge aus dem 3D-Drucker

Hasco demonstriert Nutzbarkeit von 3D-gedruckten Formeinsätzen für Wechselwerkzeuge.

18. September 2015

Der Normalienhersteller Hasco hat Formeinsätze für ein Werkzeugwechselsystem mit einem 3D-Drucker hergestellt. Dies eröffnet neuen Perspektiven, wenn eine Kleinserie von Kunststoffteilen kurzfristig per Spritzguss hergestellt werden soll. Der Versuch wurde bei dem Werkzeug-Wechselsystem K3500 durchgeführt. Bei diesem Werkzeug werden für unterschiedliche Produkte nur die beiden Formeinsätze und das Auswerferpaket an die neue Kontur angepasst und ausgetauscht. Der Rest des Werkzeugs kann während des Wechsels auf der Maschine verbleiben.

Um schneller solche Formeinsätze herstellen zu können, hat Hasco den 3D-Druck als neuen Ansatz in Zusammenarbeit mit der deutschen Niederlassung von Stratasys angewandt. Hasco konstruierte das Werkzeug, während Stratasys die formgebenden Kavitätenteile und die Schieber aus zwei ABS-Kunststoffen in nur sechs Stunden auf einer Connex 500 druckte. Das Überarbeiten der Formteile übernahm der wie Hasco in Lüdenscheid ansässige Formenbauer Canto Ing. Nach vier Tagen konnte man mit diesem Werkzeug die ersten Prototypenteile herstellen.