Wirtschaftlichkeit und individuelle Gestaltungsfreiheit

Bewegungsgewinde und Spindel-Mutter-Systeme Ejot Torqtec

07. Juni 2011

Bewegungswandelnde Systeme, welche – meist motorisch angetrieben – eine Rotation in eine anders gerichtete Bewegung umsetzen, sind heute in nahezu allen Anwendungsgebieten der Automobil- und

Elektroindustrie, dem Geräte- oder Apparatebau sowie der Haustechnik zu finden. So sind elektrische Spiegelverstellungen in Kraftfahrzeugen genauso selbstverständlich geworden wie außentemperaturgeführte Heizungsanlagen. Die dafür notwendigen, kundenindividuell entwickelten Module, werden von Ejot unter dem Markennamen „Torqtec“ angeboten.

Welche technologischen Eigenschaften zeichnen Torqtec Produkte aus?

Allen Systemen gleich ist die Umwandlung von Rotationsbewegungen in geradlinige Bewegungen (Spin-del-Mutter-Systeme) oder rotierende Bewegungen (Schneckengetriebe). Der wirtschaftliche Vorteil dieser Systeme liegt begründet in der spanfreien, umformtechnischen Produktion der Bewegungsgewinde. Basis sind die hohe Stückleistung und die Material einsparenden Eigenschaften der eingesetzten Technologie. Bei diesem umformtechnischen Fertigungsverfahren wird der Faserverlauf im Material somit nicht durch-trennt, sondern erhält, abhängig vom Umformgrad, einen deutlichen Festigkeitsanstieg – genau in dem Bereich, der im Laufe seiner Lebensdauer am stärksten beansprucht wird.

Die Oberflächenqualität der „Reibpartner“ ist für den Wirkungsgrad dieser Systeme von entscheidender Bedeutung. Das von Ejot entwickelte Verfahren bietet mit seiner presspolierten Oberfläche optimale Voraussetzungen für einen hohen Wirkungsgrad der Bewegungswandler. Durch die riefenfreie Ausführung des Gewindes vermindert sich darüber hinaus die Bruchgefahr und Kerbempfindlichkeit. Verglichen mit spanabhebenden Verfahren zur Gewindeherstellung zeichnet die Ejot Torqtec Produkte eine sehr hohe Wiederholgenauigkeit der Gewindegeometrie aus.

Konturen und Geometrien, welche durch die Kaltmassivumformung nicht herstellbar sind, können durch die Fertigungstechnologie Kunststoff-Spritzgießen realisiert werden. Dabei werden die Umformteile in das Spritzgießwerkzeug eingelegt und mit gefüllten oder ungefüllten Kunststoffen umspritzt. Alternativ ist auch eine partielle Gummiummantelung möglich. Zusätzlich können weitere Bauteile wie Lager, Ringe oder Scheiben in das Werkzeug eingelegt und durch den Spritzgieß-Prozess integriert werden.

Spindel-Mutter-Systeme, bestehend aus der oben beschriebenen Gewindespindel und dem passgenauen Mutternstück, werden beispielsweise in Verstellsystemen für Kopfstützen eingesetzt. Die Paarung von Spindel und Mutter ist funktionsbestimmend für das System. Die von Ejot gewählten Fertigungsverfahren gewährleisten eine optimale Auslegung dieser nahezu spielfreien Paarung.

Eine zweite Gruppe der Bewegungswandler sind die Schneckengetriebe. Umformtechnisch gefertigte Gewindespindeln aus Stahl oder Edelstahl, gepaart mit dem passgenauen Schneckenrad aus Kunststoff, erschließen ebenfalls die oben genannten technologischen Vorteile. Praktische Anwendungen finden sich beispielsweise bei Stellsystemen in der Haustechnik oder automotiven Einsatzgebieten wie der Verstellung von Außenspiegeln.