Zauber der Module

Maschinenelemente

Baukastensysteme – Arbeitszeit ist ein wichtiger Faktor, um die Effizienz zu steigern. Bei Gehäusen, Schränken und anderen Maschinenelementen zeigt sich ein Trend zu einfachen, montagefreundlichen und damit zeitsparenden Baukastenlösungen.

30. März 2012

Etwas unterrepräsentiert bei den Maschinenelementen sind Tragarme. Sie verstecken sich oft hinter dem Bildschirm, stellen aber eine im wahrsten Sinne tragende Komponente dar. Rittal ist sich der Bedeutung bewusst und präsentiert ein neues durchgängiges Baukastensystem an Tragarmen. Die Entwicklung bietet dem Anwender erstmalig einheitliche Funktions-, Montage- und Projektierungslösungen in einheitlichem Design und deckt alle vom Markt geforderten Lastbereiche in drei Belastungsstufen von 60, 120 und 180 Kilogramm ab.

Rittal hat dafür sein Funktions-, Montage- und Projektierungssystem neu vereinheitlicht. Dies schließt die bisherigen CP-L und CP-XL Systeme mit ein und wird sie in Zukunft ablösen. Bei herkömmlichen Lösungen verteilen sich die Belastungsintervalle auf bis zu sieben unterschiedliche Tragarmsysteme, die zudem untereinander nur selten kompatibel sind – ob in Design, Kombination oder Funktionalität. Daraus ergibt sich eine Vielzahl verschiedener Komponenten und ein steigender Beratungsaufwand. Ihr neues Tragarmsystem hingegen bietet aufgrund des Baukastenprinzips laut Rittal die passende Lösung für jede Anforderung und schafft deutliche Zeitersparnis bei Montage, Justage und im Servicefall.

Ein Wechsel der einzelnen Komponenten ist somit schnell und jederzeit möglich. Der neue Tragarmbaukasten lebt laut Rittal von den Details – angefangen vom Tragarm selbst über das Kabelmanagement bis hin zu Service und Nachrüstung. Der Tragarm, bestehend aus Tragprofil, Zwischengelenk und Winkelstücken, lässt sich sowohl oben auf der Maschine als auch an einer Seitenwand montieren. Für die Montage stehen Wand- und Bodenbefestigungen in zwei unterschiedlichen Größen sowie flexible Aufsatz- und Wandgelenke mit horizontalem Abgang zur Verfügung. Mit einer speziellen Montagehilfe kann jemand allein Anbauteile befestigen.

Mit Systemadaptern lassen sich die Tragarme an entsprechende Querschnitte anderer Tragarmprofile aus diesem System anpassen, zum Beispiel für eine höhere Last. So lässt sich das System gemäß der Anwenderanforderungen optimal auslegen. Für lange Ausleger mit hoher Stabilität wie das »Tragprofil180 geschlossen« gibt es den »Systemadapter 180/120«, der im vertikalen Bereich ein kleines Tragprofil ermöglicht. Das wirkt optisch schöner und spart zudem Kosten. Eine andere Komponente, die Ordnung in Anlagen oder Rechenzentren bringt, sind Racks. Die rund zwei Meter hohen Stahlblechschränke bieten teuren Servern, Speichern und Netzwerkkomponenten ein sicheres Zuhause und sorgen für die passende Stromzufuhr sowie effiziente Kühlung.

Wunsch nach Standards

Bisher bestellen Unternehmen Schrank und Zubehör individuell und modular beim Hersteller. Bis sie allerdings fix und fertig aufgebaut sind, müssen IT-Mitarbeiter die Racks mit allen Geräteeinschüben genau planen, Zubehör auswählen und montieren. Das kostet Zeit und Geld. Viele Unternehmen wünschten sich darum Standard-IT-Schränke, die über alle wichtigen Features serienmäßig verfügen, sich ohne Werkzeug zeitsparend aufbauen lassen und dabei auch preislich überzeugen.

Das ist Rittal nach eigenen Angaben gelungen. Mit dem »TS IT« stellt der Systemanbieter ein neues Rack-System vor, das alle Anforderungen an montagefreundliche und zeitsparende Lösungen erfüllen soll. Ein intelligentes Baukastensystem aus Rack- und Zubehörprogramm sowie reduzierte Komplexität und montagefreundliche Plug & Play-Technik steigern die Effizienz bei Bestellung und Montage und reduzieren die Kosten. Laut Rittal erfüllt dieses Rack-System als Serienprodukt alle Anforderungen an modulare, flexible Netzwerk- und Server-Racks.

Die standardisierte Grundausstattung des neuen IT-Racks umfasst zwei flexible 19-Zoll-Montageebenen, geteilte Seitenwände mit Schnellverschluss oder optimierte Kabeleinführung mit Bürstenleisten. Für den Anwender entfällt die komplizierte Auswahl der Einbauten. Für mehr Effizienz beim weiteren individuellen Innenausbau sorgt eine Schnellmontagetechnik. So lassen sich jetzt Zubehörkomponenten wie Geräteböden und Gleitschienen werkzeuglos durch eine einzige Person innerhalb weniger Minuten montieren. Anwender können innerhalb der 19-Zoll-Ebenen den Abstand der Montageebenen werkzeuglos arretieren und die Maße 21, 23 und 24 Zoll ohne weiteres Zubehör einstellen.

Auch eine RFID-Leiste zur automatisierten Inventarisierung aller verbauten Komponenten lässt sich im TS IT-Rack anbringen – auch im laufenden Betrieb. Mit einer Belastbarkeit von insgesamt 1.500 Kilogramm auf der 19-Zoll-Ebene erfüllt das neue IT-Rack von Rittal zudem auch hohe Anforderungen an die Stabilität. Auch auf das Design legt der Anwender von heute großen Wert. Darum hat Rittal die Türelemente einheitlich und attraktiv gestaltet und bietet die Rack-Türen in perforierter und geschlossener Ausführung an. Die perforierten Türen besitzen für die Anwendung in Raum- und Reihenklimatisierung eine freie Belüftungsfläche von 85 Prozent. Diesen Wert hat laut Rittal bisher noch kein anderer Hersteller erreicht.

Alle Türen sind durch 180-Grad-Scharniere sehr gut zugänglich. Die serienmäßig geteilte Rücktür garantiert zudem eine optimale Raumnutzung. Der TS IT ist zudem dicht genug, um sich für ein Löschen mit Gas und auch für die Rack-Klimatisierung zu eignen. Alternativ zum herkömmlichen Stahlblechsockel lässt sich auch das TS IT-Rack mit dem neuen Sockel-System Flex-Block ausbauen – und das einfach und ohne Werkzeug. Mithilfe des Systembaukastens kann der Anwender im Sockel auch Zubehör wie Kabelabfangschienen und Rollen schnell und werkzeuglos montieren.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012