Zehn Jahre Win-win

Spezial

Greifer – Von der Einzelteilbestellung bis zum Rahmenvertrag erstreckt sich die Zusammenarbeit zwischen Gimatic und seinem Kunden Geiger Handling – zu beiderseitigem Profit.

30. September 2016

Vor einem Jahrzehnt bestellte Geiger Handling mit dem Parallelgreifer MHZ2-16 D das erste Mal ein Produkt von Gimatic. Das Unternehmen suchte damals einen zuverlässigen und kompetenten Partner für Komponenten, die unter anderem im Bereich der Kunststoff verarbeitenden Industrie eingesetzt werden sollten. Im Laufe der Jahre hat sich eine Zusammenarbeit entwickelt, die man guten Gewissens als Win-win-Partnerschaft bezeichnen kann

»In unserem Bereich der Automatisierung ist es extrem wichtig, flexible, präzise und vor allem funktionelle Teile einzusetzen«, sagt Michael Graf, Geschäftsführer von Geiger Handling in Dornhan. »Nachdem wir 2006 die ersten Teile von Gimatic bezogen haben, hat sich schnell eine sehr gute und enge Zusammenarbeit entwickelt. Wir waren mit den gelieferten Komponenten derart zufrieden, dass wir immer mehr unterschiedliche Teile bezogen. Die bestellten Artikel kamen termingerecht und waren qualitativ hochwertig«, blickt Michael Graf zurück. Und so sei Gimatic einer der zuverlässigsten und besten Lieferanten, dessen Produkte auch immer wieder bei Messeauftritten unterstützend eingesetzt werden.

Große Herausforderungen

Geiger Handling ist ein Mittelständler mit fast 30 Jahren Erfahrung, der vor allem in der Kunststoffbranche Fuß gefasst hat. In den letzten zehn Jahren haben die aktuell 55 Mitarbeiter aber den Fokus auch auf eine branchenübergreifende Automatisierung gesetzt. Als Partner für Handhabungsgeräte und Automationsanlagen fertigt Geiger Handling servomotorische und pneumatische Anguss- und Teileentnahmegeräte sowie lineare Roboter. Die Verbaubarkeit der Komponenten sieht Michael Graf als eine große Herausforderung bei der Entwicklung neuer Produkte. Dieses Thema sei anspruchsvoll, weil die Platzverhältnisse sehr oft beengt sind, die Temperaturen hoch und die Überwachung schwierig. »Da sind wir auf die Zusammenarbeit mit einem Partner wie Gimatic angewiesen, der auch über den Tellerrand hinausgucken kann. Nicht immer sind Standardkomponenten zielführend. Und das Unternehmen bringt neben einer innovativen, kundenspezifischen Produktpalette auch die nötige technische Unterstützung mit«, beschreibt der Geschäftsführer die Gründe, warum sein Unternehmen mit den Mechatronikern aus Hechingen gerne zusammenarbeitet.

Unverzichtbare Elemente

Eines der besten Beispiele ist der RBT-Drehantrieb von Gimatic, der in der Handling-Serie »Midi Liner« Einsatz findet. Die Drehantriebe sind im Bereich des Linearhandlings unverzichtbar, um die entnommenen Teile lagerichtig abzulegen. »Vor sieben Jahren hatten wir mit dem Vorgängerprodukt unglaubliche technische Probleme in Form von mechanischen Defekten an den Drehantrieben«, erinnert sich Michael Graf.

Zunächst hat Geiger nur eine Baugröße dieser Baureihe ausgetauscht. Das war so erfolgreich, dass heute die komplette Handling-Serie auf diesen Drehantrieb umgestellt ist, von dem nun vier Größen Einsatz finden. Hierfür hat Gimatic auch den kleineren Drehantrieb RBT 30 entwickelt, der heute noch in den Geräten verbaut ist. »Unsere Kunden sind begeistert. Bei diesem Drehantrieb gibt es annähernd keine Probleme.«

Ein zweites gutes Beispiel für die Beteiligten ist die Schnellwechselkupplung QC. Diese ermöglicht ein einfaches und schnelles Wechseln von Luft und elektrischen Anschlüssen. Michael Graf: »Die Vielfalt der mit einer Spritzgussmaschine zu fertigenden Teile wurde bei einem unserer Kunden immer größer. Dadurch war er gezwungen, die Rüstkosten zu verringern. Mit der QC konnte er das perfekt umsetzen und spart mit der einfachen und preiswerten Anwendung jetzt zudem auch noch Zeit beim Umrüsten seiner Maschinen.«

Bei diesem positiven Feedback verwundert es nicht, dass Geiger Handling bereits weitere gemeinsame Projekte in der Pipeline hat. So möchte das Unternehmen künftig elektrisch angetriebene und positionierbare Zylinder einsetzen. Mit ihnen sollen Zuführteile gehandhabt und Fertigteile verfahren werden, um diese zu prüfen. Elektrische Greifersysteme sollen in Zukunft mehrere andere Komponenten einsparen. Das ist beispielsweise mit einem Greifer möglich, der verschiebbare Positionen einnehmen und so unterschiedliche Produkte entnehmen kann.

Weil Taktzeit und Durchlaufzeit bei den Anwendern der Produkte von Geiger immer kürzer werden, muss das Unternehmen immer schneller Lösungen finden, die diesen technischen Ansprüchen gerecht werden. »Wir sind uns sicher, dass wir dieses Ziel durch eine noch engere Zusammenarbeit mit einem Lieferanten wie Gimatic erreichen werden«, sagt Michael Graf.

Auch wie Gimatic auf seine neuen Produkte aufmerksam macht, findet er gut: »Neben dem regelmäßigen Newsletter, der über neue Produkte berichtet, meldet sich der zuständige Vertriebsmitarbeiter von Zeit zu Zeit zu einem Besuch an, bei dem er die für unsere Produkte relevanten Neuheiten vorstellt.« So hätten die Konstrukteure von Geiger in solch einem Gespräch schon oft neue Ansatzpunkte für ihre Entwicklungen gefunden. mk

Erschienen in Ausgabe: 07/2016