Zentrischspanner für 5-Achs-Bearbeitungzentren

Bearbeitungszeiten können durch den Einsatz der 5-Achs-Zerspanungstechnologie gesenkt werden. Um die 5-Seiten-Bearbeitung zu ermöglichen, muss die zu bearbeitende Fläche eine gewisse Distanz zum Maschinentisch aufweisen, welche mindestens dem Radius des Bearbeitungswerkzeuges entsprechen muss.

27. Februar 2015

Diesen Anforderungen wird der RZM von Röhm gerecht: Ohne zusätzliche Unterbauten oder Sonderbacken spannt der Zentrischspanner das Werkstück sicher.

Die Merkmale des RZM sind hoch angesetzte Spannbacken, eine oben, nahe den Spannbacken liegende Spindel, die lange Backenführung und eine kompakte Bauweise, um so wenige Störkonturen wie nur möglich zu bilden. Die charakteristische Höhe des Schraubstocks von 195 Millimetern deckt die meisten Störkreisabmessungen von Bearbeitungsspindeln ab. Das Führungsverhältnis geht hervor aus dem patentrechtlich geschützten Führungssystem der Backen. Bei dieser Anordnung wird der erste Backen außen und der zweite Backen innen am Grundkörper geführt. Durch diese teleskopähnliche Ausführung kann eine lange Backenführungslänge realisiert werden, ohne die 5-Achs-Bearbeitung wesentlich einzuschränken. Der RZM weist im vollständig geöffneten Zustand kaum Störkonturen auf und durch die ineinander fahrenden Backen ist ein Schließen des Schraubstocks bis auf Null möglich. Durch die „Doppelführung“ kann der komplette Spannbereich ohne Backenumbau genutzt werden.

Ein effektiver Kraftfluss wird durch die nahe am Werkstück liegende Spannspindel erreicht. Mit dieser Gestaltung weist der RZM eine steife „Spannung“ auf. Diese verspricht hohe Bearbeitungsqualität bei niedrigem Eigengewicht. Der RZM ist offen konzipiert für einen optimierten Späneabfluss, welcher selbst bei Schwerzerspanung eine einfache Reinigung des Schraubstocks gewährleistet.

Abgerundet wird der RZM mit dem Einsatz von Röhm-SKB-Krallenbacken. Mit diesen Aufsatzbacken lassen sich Roh- und Sägeteile auf einer Spanntiefe von zwei Millimetern sicher spannen. Ermöglicht wird dies durch das Eindringen von gehärteten Krallen in das zu spannende Material. Durch die formschlüssige Spannung lassen sich hohe Haltekräfte bei reduziertem Kraftaufwand und geringem Materialverlust realisieren.