Zuverlässigkeit entscheidet

Spezial

Getriebe – Der Einsatz auf Baustellen stellt höchste Anforderungen an die eingesetzte Technik. Bei einem Staudammprojekt in den Schweizer Alpen bewährten sich robuste Industriegetriebe aus Norddeutschland im dreijährigen Dauereinsatz ohne zusätzliche Wartungsarbeiten.

13. November 2014

Zu den wichtigsten Anforderungen an Industrieantriebe gehört neben einer für die jeweilige Anwendung ausreichenden Leistung vor allem eine zuverlässige Funktion über lange Zeiträume, insbesondere wenn die Antriebe im Dauereinsatz betrieben werden. Ein beeindruckendes Beispiel dafür liefern die Industriegetriebe des Antriebstechnikspezialisten Nord Drivesystems aus dem schleswig-holsteinischen Bargteheide, die auf einer Großbaustelle in den Schweizer Alpen insgesamt drei Jahre lang unter härtesten Bedingungen permanent im Einsatz waren: Die Getriebe dienten zum Antrieb der Förderbänder bei dem Wasserkraftprojekt »Linthal 2015« des Schweizer Energieunternehmens Axpo, bei dem unter anderem eine unterirdische Kaverne für die Steuerzentrale eines neuen Pumpspeicherwerks errichtet wurde. Dabei transportierten die Förderanlagen bei einer Steigung von 45 Grad in jeder Stunde nonstop 500 Tonnen Abbruchmaterial über eine Höhendifferenz von rund 180 Metern. Insgesamt beförderten die Antriebe auf diese Weise rund eine Million Tonnen Material.

Nach dem Abschluss der Förderarbeiten wurden die Nord-Industriegetriebe vom Anlagenbauer, der Marti Technik AG aus Moosseedorf bei Bern, wieder abgebaut und erwarten nunmehr ihren nächsten Einsatz. Für Ernst Kuster, Instandhaltungsleiter Förderbänder bei Marti Technik, haben sich die Getriebe aus Norddeutschland beim Einsatz im den Alpen bestens bewährt: »Wir haben gemäß Betriebsanleitung einen Ölwechsel vorgenommen, aber das war auch die einzige Instandhaltungsmaßnahme über die gesamten drei Jahre. Die Nord-Getriebe haben absolut vorbildlich gearbeitet.«

Eine Ursache für die besondere Eignung der Nord-Industriegetriebe für dieses Heavy-Duty-Bauprojekt ist ihre bewährte Bauweise mit einem einteiligen Blockgehäuse, in dem alle Lagerstellen integriert sind. Die Bearbeitung des Gehäuseblocks in einer einzigen Aufspannung auf modernen CNC-Maschinen gewährleistet dabei höchste Genauigkeit, Steifigkeit und Festigkeit der ohne querkraft- oder drehmomentbelastete Trennfugen. Der Versatz der Wellenachsen ermöglicht zudem eine sehr kompakte Bauweise und damit den Einsatz leistungsfähiger größerer Wälzlager.bt

Erschienen in Ausgabe: 08/2014