Zwei, eins, zwei

Kreuztische Vom Kreuztisch zum Positioniersystem. Möglich wird die schnelle Inbetriebnahme des Systems mit zwei neuen Kreuztischserien, einer Bedienungssoftware und mit zwei Universalsteuerungen.

21. Mai 2008

Die neuen Kreuztischserien ›PKT(M)‹ und ›Cross‹ von Owis haben eine geringe Bauhöhe und verfügen über eine große freie Apertur. Sie eigenen sich besonders für Durchlichtanwendungen zum Beispiel in der Mikroskopie. Die Apertur bleibt über den gesamten Verstellbereich gleich groß, kann aber mit einer Einsatzplatte verschlossen werden, sodass verschiedene Aufbauten verschoben werden können. Der Anwender kann jeweils zwischen 50, 70, 100 und 130 mm Stellweg wählen.

Mit Hall-Effekt oder mechanisch?

Dabei entsprechen die freien, quadratischen Aperturen den jeweiligen Stellwegen. Jeder motorisierte Kreuztisch hat stufenlos verstellbare Endschalter, um den Stellweg auf ein gewünschtes Maß einstellen zu können. Dabei kann der Anwender zwischen Hall-Effekt- und mechanischen Endschaltern wählen. Über den gesamten Stellbereich sind alle mechanischen Bauteile durch das Gehäuse vor Verschmutzung geschützt. Schlitten, Schieber und alle anderen Basisteile sind aus hochfestem Aluminium gefertigt. Alle Oberflächen sind durch das Eloxal reflexionsarm. Für Anwendungen im Photonikbereich werden die Kreuztische mattschwarz eloxiert. Um Verunreinigungen und kleinste Proben auf der Oberfläche erkennen zu können, sind die Tische für die Life Science-Bereiche auch mit anderen Eloxal-Farben erhältlich. Sowohl die PKTM- als auch die Cross-Serie sind mit leistungsstarken Schritt- oder DC-Servomotoren mit Encoder ausgestattet. Der Anwender kann die PKT(M) und Cross leicht in sein System mit den CAD-Daten im STEP- und IGES-Format integrieren. Ein komfortables Positioniersystem ergeben die Kreuztische zusammen mit den Steuerungen ›PS 30‹ oder ›PS 90‹ und der Bedienungsoberfläche ›OWISoft‹.

Die PS 90 als Tischgerät und die PS 30 als Einsteckkarte (Bild oben) sind zwei Universalsteuerungen von Owis. Beide sind nach den Bestimmungen der RoHS-Richtlinie konzipiert und mit modernster Mikrocontrollertechnik ausgestattet.

Schritt- und DC-Motoren ansteuern

Sowohl Schritt- als auch DC-Servomotoren können mit den Positioniersteuerungen angesteuert werden. Sie unterstützen den Closed-Loop- und auch den Mikroschrittbetrieb und werden zusammen mit der Software OWISoft geliefert. Flexibel für externe Programmierungen macht die Steuerungen ein zusätzliches Paket mit Entwicklungstools für C, C++ und LabView. So kann der Anwender das komplette Positioniersystem schnell und einfach in Betrieb nehmen. Bahnkurven, Linear- und Kreisinterpolationen und andere mehrachsige, komplexe Bewegungen sind genauso programmierbar wie ein Punkt-zu-Punkt-Betrieb. Außerdem gibt es zahlreiche Ein- und Ausgänge, zum Beispiel für Triggersignale.

PC-Einsteckkarte

Die PC-Einsteckkarte PS 30 besteht aus zwei Platinen. Die Hauptplatine hat einen PCI-Sockel und die weitere Platine wird mit einem Slotblech montiert. Damit können maximal drei Achsen mit einer beliebigen Kombination von Schritt- oder DC-Servomotoren angesteuert werden. Bis zum LIMES 124 können alle Standardpositionierer mit der PS 30 betrieben werden. Für mehr Leistung, um auch stärkere Motoren (> 2A) betreiben zu können, kann optional ein Netzteil bereitgestellt werden.

Elke Schmid, Owis

Erschienen in Ausgabe: 03/2008